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05.09.11: Besuch bei der Arbeitsanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund

Aktuelles


11-09-05 Termin BAuA
Gemeinsam mit der BAuA-Präsidentin Isabel Rothe am 05.09.2011

Am Montag, den 05.09.2011 informierte ich mich in Dortmund über die Aufgaben und Schwerpunkte der BAuA. Im Gespräch mit BAuA-Präsidentin Isabel Rothe nahmen die gesetzlichen Aufgaben der BAuA im Rahmen des europäischen Chemikalienrechts einen Schwerpunkt ein. Zudem besuchten ich mit Frau Rothe die DASA Arbeitswelt Ausstellung.

Als Berichterstatterin für Arbeit und Soziales im Haushaltsausschuss machte ich mir ein Bild über die Arbeit der Bundesstelle Chemikalien / Zulassung Biozide und der Bewertungsstelle Arbeitsschutz, die bei der BAuA angesiedelt sind. Ich finde für den starken Chemiestandort Deutschland ist es ebenso wichtig, dass er seinen Verpflichtungen den europäischen Gremien gegenüber nachkommen kann, wie die Unterstützung der Unternehmen bei der Umsetzung des neuen Chemikalienrechts und der Schutz vor gefährlichen Stoffen. Dazu benötigt die BAuA ausreichende Ressourcen.

BAuA-Präsidentin Rothe gab konkrete Beispiele: „Allein in Deutschland befinden sich 30.000 Biozide wie Holzschutzmittel, Insektizide oder Desinfektionsmittel am Markt, die im Rahmen des neuen Verfahrens zugelassen werden müssen. Neben den Biozid-Verfahren bringt auch das europäische Chemikalienrecht REACH neue Melde- und Informationspflichten für Produzenten und Händler mit sich. Mit Beratung und Handlungshilfen unterstützt der REACH-CLP-Helpdesk als nationale Auskunftsstelle bei der BAuA deren Umsetzung.“

Weiterhin ist der Schutz vor gefährlichen Stoffen ein wichtiges Handlungsfeld der BAuA, das in enger Zusammenarbeit mit der europäischen Chemikalienagentur ECHA bearbeitet wird. So sollen bestimmte künstliche Mineralfasern, die eine dem Asbest vergleichbare krebserzeugende Wirkungsstärke haben, durch ungefährliche Stoffe ersetzt werden.

Im Gespräch wurde die zentrale Bedeutung der BAuA für die Chemikaliensicherheit deutlich, die nicht weniger als den Handel und die Anwendung chemischer Substanzen möglichst sicher machen will. Davon profitieren Beschäftigte, Verbraucher, Umwelt und nicht zuletzt auch die deutschen Unternehmen.