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2. Runder Tisch – Fachkräftemangel in Pflege- und Gesundheitsberufen am 24.05.13 in Eutin

Aktuelles



Bettina Hagedorn und Kristin Alheit beim 2. Runden Tisch in Eutin

Das Interesse am 1. Runden Tisch zum Thema Fachkräftemangel in Pflege- und Gesundheitsberufen am 7. Januar 2013 in der Mühlenberg-Klinik in Bad Malente zu dem ich gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Sozial- und Gesundheitsministerin Kristin Alheit eingeladen hatte, war so groß, dass wir am 24.Mai zum 2. Runden Tisch in das Elisabeth Krankenhaus Eutin eingeladen haben.

Beim 1. Runden Tisch haben wir vor allem die notwendigen Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen in der Ausbildung und späteren Berufspraxis beleuchtet, damit die Sozialberufe für junge Menschen attraktiver werden. Seit dem 1. Runden Tisch hat sich im Bereich der Ausbildung in den Pflegeberufen - wie bereits damals angekündigt - etwas getan: Am 1. April ist auf Drängen der SozialministerInnen der Länder die „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“ in Kraft getreten, die eine Förderung von Umschülern auch im 3. Ausbildungsjahr durch die Bundesagentur für Arbeit vorsieht - bei entsprechenden Vorkenntnissen kann die Ausbildungszeit auch auf zwei Jahre verkürzt werden. Ein Schritt in die richtige Richtung – allerdings berichtete Irmgard Stremlau, Leiterin der Altenpflegeschule Preetz, beim 2. Runden Tisch, dass durch bürokratische Hürden diese Offensive im Endeffekt bisher nicht zu mehr Auszubildenden führt. Auch die Gesamtschulleiterin an der UKSH-Akademie Lübeck und Kiel, Ute Stahl, bestätigte, dass nicht mehr alle Plätze in der Gesundheits- und Krankenpflege besetzt werden, da die Pflegebranche für Bewerber immer uninteressanter wird.
Die Gesundheits- und Pflegebranche ist einer unserer wichtigsten und größten Arbeitgeber entlang der Küstenregion. Doch gerade weil der demografische Wandel und der Zuzug vieler älterer Menschen eine wachsende Nachfrage nach guter Betreuung schafft, wird die Attraktivität der Einrichtungen wesentlich davon abhängen, dass auch in Zukunft genügend gut ausgebildete Fachkräfte motiviert werden, in diesem Bereich Ausbildung und Arbeit zu suchen - das wird nur mit guten Arbeitsbedingungen, fairen Löhnen und gesellschaftlicher Anerkennung gelingen. Denn der Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich hat uns in Ostholstein eher erreicht als den Rest von Deutschland, so Hagedorn.