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35. Internationaler Aktionstag gegen Gewalt an Frauen – Hagedorn: „Wir brechen das Schweigen!“

Pressemitteilungen

25.11.2016

Foto: SPD-Fraktion
 

Am 25. November findet bereits zum 35. Mal weltweit der Aktionstag Gegen Gewalt an Frauen statt, um zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeglicher Form gegenüber Frauen und Mädchen aufzurufen. Bettina Hagedorn, SPD-Abgeordnete für Ostholstein, unterstützt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei ihrem Aufruf zu diesem Aktionstag, „das Schweigen zu brechen“ und wirbt für das seit 2012 bundesweit installierte Frauen-Hilfetelefon (0800-116016):

„Das Problem von Gewalt gegen Frauen bleibt leider auch 35 Jahre nach dem 1981 ins Leben gerufenen Aktionstag am 25. November top-aktuell: denn das Thema ist für viele weiterhin ein Tabu. Dabei brauchen die Betroffenen hellwache Nachbarn, Freunde und Verwandte, die Hilfe anzubieten oder Mut machen, um z.B. das bundesweite Hilfetelefon anzurufen, das jederzeit unter der Rufnummer Tel. 0800-116016 vertraulich erreichbar ist – und das in 15 (!) verschiedenen Sprachen. Die Beraterinnen, oft Sozialpädagoginnen oder Psychologinnen, haben ein offenes Ohr, beraten und vermitteln Kontakte zu Hilfsangeboten vor Ort. In Schleswig-Holstein stehen unter anderem 16 Frauenhäuser für die Betroffenen offen, die Schutz vor ihren Peinigern suchen. Das Hilfetelefon ist aber nicht nur für persönlich Betroffene da – es wendet sich auch an Familienangehörige, Freunde und Arbeitskollegen von betroffenen Frauen, die in konkreten Situationen Unterstützung benötigen. Seit der Errichtung des Hilfetelefons im Jahr 2012 haben rund 155.000 Menschen den Kontakt zu der Beratungsstelle gesucht, wovon 72.000 eine qualifizierte telefonische Beratungen in Anspruch genommen haben – das Hilfetelefon ist damit zu einer unverzichtbaren Unterstützungseinrichtung geworden!“

Denn seit dem Start dieses Aktionstages 1981 ist die Anzahl an Gewalttaten gegenüber Frauen auch in Deutschland erschreckend und besorgniserregend hoch geblieben: Etwa jede dritte Frau ist bundesweit von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen, mehr als 50 Prozent werden mindestens einmal im Leben sexuell belästigt – so das Ergebnis einer Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte von 2014. Das Thema „Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen“ wird in der Öffentlichkeit leider immer noch viel zu oft verschwiegen. Neben Prävention- und Interventionsprojekten ist auch die Betreuung und Beratung der Betroffenen ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Unter dem Motto Wir brechen das Schweigen beteiligt sich das Hilfetelefon des Bundesfamilienministeriums an dem Aktionstag. Das Familienministerium hat für weitere Informationen extra eine Internetseite eingerichtet, die Sie hier finden: www.hilfetelefon.de

Das Jahr 2016 ist aus Sicht der Frauenrechte ein besonders erfolgreiches, denn im Juli hatte der Bundestag EINSTIMMIG ein neues Sexualstrafrecht verabschiedet, für welches sich insbesondere Manuela Schwesig eingesetzt hatte.

Hagedorn: „Die Verschärfung des Sexualstrafrechts – von Frauen aus allen politischen Fraktionen forciert - war ein wichtiger ‚Meilenstein‘ im Kampf gegen sexuelle Gewalt: endlich ist gesetzlich erfolgreich fixiert: ‚Nein heißt Nein‘.“