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48 Mio. Euro mehr für 10.000 neue Bundesfreiwillige

Aktuelles

Foto: Bettina Hagedorn und Familienministerin Manuela Schwesig (SPD)

Der Deutsche Bundestag hat im Etat von SPD-Familienministerin Manuela Schwesig heute zusätzlich 48 Mio. Euro für ein Sonderprogramm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ beschlossen, das schon zum 1. Dezember 2015 startet. Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein und stellvertretende haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, ist froh über diesen Erfolg und fordert alle Interessierten auf, sich schnell zu bewerben!

 

 

Bettina Hagedorn: „Auf Vorschlag unserer Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stocken wir damit die aktuell ca. 38.000 Dienststellen für das Bundesfreiwilligenjahr um zusätzlich 10.000 Stellen massiv auf und geben vielen, die sich zur Zeit ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren, die Chance, ein Bundesfreiwilligendienstjahr zu absolvieren. In Schleswig-Holstein gibt es derzeit knapp 1.326 so genannte ‚Bufdis‘, die jetzt ab 1. Dezember 2015 um rund 350 neue Stellen verstärkt werden können! Zwar sind 1.132 von ihnen aktuell unter 27 Jahren, aber der Bundesfreiwilligendienst kennt keine Altersgrenze: In Schleswig-Holstein gibt es aktuell auch 7 ‚Bufdis‘ über 65 Jahren. Generationsübergreifend können jetzt bundesweit 10.000 weitere Interessierte professionell die Träger entlasten, die oft seit Monaten mit riesigem ehrenamtlichem Einsatz in Notunterkünften, an der Essensausgabe, der Kleiderkammer und bei der Integrationshilfe arbeiten. Stellen im Bundesfreiwilligendienst können die Träger auch mit Flüchtlingen besetzen, die bereits eine Arbeitserlaubnis haben. Diese sind oft hochmotiviert und können so nicht nur ihre eigene Integration befördern, sondern vor allem mit ihren sprachlichen Fähigkeiten unersetzliche Dienste in der Kommunikation mit den Flüchtlingen einbringen – damit das auch klappt, gibt es zu Dienstbeginn einen 4-wöchigen Deutschkurs!“ 

Im Bundeshaushalt 2016 stehen für den Bundesfreiwilligendienst jetzt statt ursprünglich 167 Mio. Euro stolze 215,2 Mio. Euro bereit – dieser Ansatz ist auch für 2017 und 2018 im Bundeshaushalt abgesichert. Hagedorn erläutert: „Damit Träger von den 10.000 Stellen profitieren können, muss der Flüchtlingsbezug begründet werden. Dabei stehen unter anderem folgende Kategorien zur Auswahl: Die Betreuung und Unterstützung von Flüchtlingen bei der Unterkunft, die Hilfe bei der Integration oder die Betreuung im Bildungs- oder im Freizeitbereich, z.B. in Kitas, Schulen und Sportvereinen. ‚Bufdi‘-Plätze werden mit mindestens 454 Euro pro Monat vergütet. In Ostholstein bieten zum Beispiel der Verein „Brücke“ in verschiedenen Einrichtungen in Eutin oder Heiligenhafen, der Kinder- und Jugendhilfeverbund und der Deutsche Kinderschutzbund Stellen an. Jetzt kommen sicherlich noch viele weitere Träger hinzu, die sich für die Flüchtlingshilfe einsetzen und froh sind über die zusätzlichen Helferinnen und Helfer!“

Die Plätze können seit dieser Woche (24. November) mit Dienstbeginn zum 1. Dezember 2015 besetzt werden. Das Programm läuft bis zum 31. Dezember 2018. Anträge und weitere Informationen gibt es unter: www.bundesfreiwilligendienst.de.