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Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren – Jobcenter Ostholstein bei Bundesprogramm „Soziale Teilhabe" dabei

Pressemitteilungen

 

 

Im November 2014 hatte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) das Programm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ auf den Weg gebracht. Bis Dezember 2018 stellt der Bund damit 450 Mio. Euro für die Förderung von Langzeitarbeitslosen zur Verfügung. Jetzt hat das Arbeitsministerium von 265 Jobcentern, die sich beworben hatten, die 105 erfolgreichen Bewerbungen bekanntgegeben.

Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete für Ostholstein: „Ich freue mich sehr, dass unser Jobcenter Ostholstein zu den erfolgreichen Bewerbern für das neue Modellprojekt von Arbeitsministerin Andrea Nahles gehört. Für unsere strukturschwache, ländliche Region sind das gute Nachrichten. Möglicherweise eröffnen sich dadurch auch neue Perspektiven für soziale Arbeitsplätze, wie zum Beispiel bei den Tafeln und Sozialkaufhäusern in Ostholstein, die bislang in erheblichem Umfang Bürgerarbeitsplätze anbieten konnten. Mit dem Programm werden wir Langzeitarbeitslose, die gesundheitlich eingeschränkt sind oder in Bedarfsgemeinschaften mit Kindern leben, und denen bisher trotz brummender Konjunktur die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt nicht gelungen ist, fördern. So wollen wir speziell denjenigen Chancen eröffnen, die es nicht direkt auf den ersten Arbeitsmarkt schaffen. Der Arbeitsmarkt insgesamt entwickelt sich aktuell sehr positiv, die Chancen, mit Hilfe des Programms auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen stehen also sehr gut! Das Jobcenter Ostholstein wird jetzt beim Bundesverwaltungsamt einen Zuwendungsantrag stellen, sobald dieser bewilligt ist, können die Förderungen in Ostholstein starten.“

Unter den 105 teilnehmenden Jobcentern sind mit Kiel, Plön, Pinneberg und Rendsburg-Eckernförde noch vier weitere aus Schleswig-Holstein. Das Programm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ folgt dem im Dezember 2014 ausgelaufenen Programm „Bürgerarbeit“ nach. Es richtet sich an Langzeitarbeitslose mit besonderen Problemlagen, die mehr als vier Jahre im SGB-II-Leistungsbezug sind und gegenwärtig keine Aussicht auf eine Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Für sie gibt es durch das Programm unter anderem Lohnkostenzuschüsse von bis zu 100 Prozent, kombiniert mit intensiver Betreuung durch die Jobcenter. Mit den 450 Mio. Euro sollen bis 2018 etwa 10.000 Langzeitarbeitslose gefördert werden. Arbeitsmarktexperten schätzen, dass rund 400.000 der insgesamt ca. 1,1 Millionen Langzeitarbeitslosen so viele Vermittlungshemmnisse haben, dass sie keine realistische Chance auf einen regulären Arbeitsplatz haben. Das Programm ist Teil des Konzepts zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit "Chancen eröffnen – soziale Teilhabe sichern", das Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles im Herbst 2014 vorgelegt hat.