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Besuch bei der Biogasanlage Luschendorf der Familie Redderberg - vorbildliche Nahwärmenutzung durch die Gärtnerei Rahlf!

Veranstaltungen

Zum Abschluss des Besuchsprogramm mit meinem SPD-Bundestagskollegen Wilhelm Priesmeier und den Landtagsabgeordneten Kirstin Eickhoff-Weber und Lars Winter stand am 31. Oktober die Besichtigung der Biogasanlage der Familie Redderberg in Luschendorf (Gemeinde Ratekau) mit drei Blockheizkraftwerken an – zur direkten Wärmeversorgung von 170 Wohnhäusern in Pansdorf sowie des Gärtnerei-Betriebes der Familie Rahlf in Schürsdorf (Gemeinde Scharbeutz). Zusätzlich profitiert von der Wärme die Biogasanlage selbst sowie der Eigenbedarf im Wohngebäude Luschendorfer Hof und die Hackschnitzeltrocknung für das Hackschnitzelwerk in Ratekau, das ich bereits 2009 mit dem damaligen Umweltminister Sigmar Gabriel besuchte.


In Anbetracht einer anwachsend kritischen öffentlichen Diskussion über die – in manchen Regionen - explodierende Anzahl von Biogasanlagen und die Folge einer „Vermaisung“ der Kulturlandschaft, die vor allem deswegen mangelnde Akzeptanz von Anwohnern und die teilweise schlechte Ökobilanz wollten wir bei diesem Besuch bewußt aktuell heikle Themen mit ihrer Relevanz für die Bundes- und Landespolitik offen diskutieren und uns über gemeinsame Rahmenbedingungen verständigen.

Schon vor über zwanzig Jahren stellte die Familie Redderberg ihre Landwirtschaft auf Ökoanbau um – und wurde später zu einem der Pioniere in Ostholstein als Energiewirte. Heute versorgen sie mit ihrem Holzhackschnitzelheizwerk in Ratekau die Cesar-Klein-Schule, die Mön-Halle und zwei Wohngebiete mit klimaschonender Energie und betreiben die Biogasanlage in Luschendorf mit einem vorbildlichen ökologischen Gesamtkonzept.
Diese Biogasanlage der Familie Redderberg hat eine jährliche Stromproduktion von ca. 8.660 MWh/a und eine jährliche Wärmeauskopplung von ca. 7.500 MWh/a. Dank der drei „Satelliten“-Blockheizkraftwerke von je 350 KW werden jährlich 7,8 Mio. kWh Strom und 2,0 Mio. kWh Wärme produziert und durch ein vorhandenes Nahwärmenetz in einem vorbildlichen ökologischen Gesamtkonzept für den regionalen Endverbraucher bereitgestellt. Nur Dank dieser fortschrittlichen, langfristig preisstabilen Energieversorgung gelingt es der Gärtnerei Rahlf, so kostengünstig zu produzieren, dass in der Region damit auch wichtige Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Großgärtnerei erhalten bleiben können – anderenfalls müssten die Pflanzen aus z.B. Holland importiert werden und würde die Gärtnerei - anstatt regionaler gärtnerischer Qualität - nur noch (mit stark reduziertem Personalstamm!) Importe vermarkten.