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Besuch der Kirche St. Petri zu Landkirchen auf Fehmarn

Aktuelles

16.08.2017

St. Petri Kirch mit freistehendem hölzernen Glockenturm
(Fotos: Bettina Hagedorn)

 

Am Mittwoch, 16. August 2017, habe ich meine Kirchentour in der Kirche St. Petri zu Landkirchen auf Fehmarn fortgesetzt. Nach der erfolgreichen Sanierung des freistehenden hölzernen Glockenturms der Kirche, für den der Haushaltsausschuss des Bundes die hälftige Finanzierung im Juni 2015 beschlossen hatte und für die ich im Januar 2016 den Förderbescheid in Höhe von 200.000 Euro an die Kirchengemeinde übergeben habe, steht nun das Kirchengebäudes im Fokus. Gemeinsam mit Dr. Peter Wendt, Präses der Kirchenkreissynode, Pastor Bertold Kark-Carlson, dem Architekt des Kirchenkreises, Matthias Hölz, und dem Architekten Torsten Ewers haben wir uns die Schäden der sanierungsbedürftigen Kirche angesehen. Im Jahr 2018 wird der Haushaltsausschuss weitere Mittel im Denkmalschutzsonderprogramm beschließen. 

Seit 2008 werden jährlich Denkmalschutz-Sonderprogramme vom Haushaltsausschuss beschlossen, wobei ich seit Jahren erfolgreich für die Förderung historischer Projekte in Ostholstein und Schleswig-Holstein kämpfe. Dabei summiert sich die Förderung zurzeit auf ca. 2,2 Mio. Euro, das Eutiner Schloss, der Elisabeth-Turm auf dem Bungsberg und 2017 die historische Orgel der Stadtkirche Neustadt profierten davon. Die St.-Jürgen Kirche in Grube wurde zuletzt mit 440.000 Euro gefördert, die Sanierung beginnt im September.

Der Grundstein für die St. Petri Kirche wurde bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gelegt. Besonders bemerkenswert ist ihr separat stehender, 24 Meter hoher Holzglockenturm, der vermutlich im Jahre 1638 gebaut wurde: Mit seiner für Norddeutschland typischen Bauweise repräsentiert er, zusammen mit dem dreischiffigen, gotischen Kirchenhauptgebäude aus Backstein, den historischen Kirchenbau Holsteins. Die Kirche selbst ist durch ihre reiche Ausstattung (Bauernlogen und Schiffsmodelle) eine echte Besonderheit und von größtem Wert.

Aber der Dachstuhl muss ausgesteift werden und der Schwellenbereich weist erhebliche Schäden auf, die künftig die Gewölbestruktur des Kirchenschiffes schädigen würden, wenn nicht rechtzeitig eine Stabilisierung des Dachstuhls erfolgt. Um dies direkt in Augenschein zu nehmen besuchte ich nicht nur diese Kirche sondern besucher weitere Kirchen in Ostholstein und Umgebung und informiere mich, welche Sanierungsmaßnahmen an den Kirchengebäuden notwendig oder bereits geplant sind. Denn im Jahr 2018 wird der Haushaltsausschuss mit den Haushalten 2018 und 2019 die weiteren Denkmalschutzsonderprogramme beschließen!