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Brackmann/Hagedorn: Haushaltsausschuss bewilligt 15,6 Mio. Euro für Erweiterung und Modernisierung von Schloss Gottorf

Pressemitteilungen

10.11.2016


Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, leitender Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, Bettina Hagedorn, Kulturministerin Anke Spoorendonk, Norbert Brackmann und Guido Wendt, Geschäftsführer der Stiftung, im Schloss Gottorf (v.l.).
 
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Bereinigungssitzung Bundesfördermittel für einen spektakulären Anbau und eine Sanierung von Schloss Gottorf in Höhe von 15,6 Mio. Euro im Bundeshaushalt 2017 beschlossen. Zu den gefassten Beschlüssen erklären Norbert Brackmann (CDU) und Bettina Hagedorn (SPD):
„Der heutige Förderbeschluss des Haushaltsausschusses des Bundestages ist ein Paukenschlag für die Kulturlandschaft im Norden. Auf unsere Initiative hin wurde der Weg durch den Haushaltsausschuss freigemacht, um Schloss Gottorf ab 2017 mit einem Anbau in modernem Design als neuem – barrierefreien – Eingangs- und Veranstaltungsgebäude baulich zukunftsweisend zu ergänzen und danach die international bedeutenden Ausstellungen konzeptionell grundlegend neu aufzustellen."
"Damit kann der ‚Masterplan Gottorf‘ realisiert werden, der bereits seit 2014 mit Besucherbefragungen und einem Ideenwettbewerb sowie 14 Workshops zur konzeptionellen Erarbeitung dieses ‚Masterplans‘ von der Kieler Landesregierung vorbereitet wurde. Das bereits 2015 beauftragte Architekturbüro Holzer Kobler (Berlin, Zürich) kann jetzt – nach der Sicherstellung der hälftigen Kofinanzierung durch die Landesregierung mit dem IMPULS-Programm – seine Arbeit unmittelbar aufnehmen mit dem Ziel, Schloss Gottorf national und international sichtbarer und attraktiver zu machen und die notwendigen baulichen Voraussetzungen für eine moderne Bildungs- und Vermittlungsarbeit zu schaffen.
Schloss Gottorf ist ein zentraler Ort der europäischen und gerade auch der schleswig-holsteinischen Geschichte. Das heutige Barockschloss und seine Nebengebäude sind bereits für sich genommen ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Obendrein beherbergen sie mit dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und dem Archäologischen Landesmuseum zwei kulturell bedeutende Sammlungen, deren Renommee weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Teil der Sammlungen sind etwa das ‚Nydamboot‘ aus dem 3. Jahrhundert, die bekannten, mehr als 1.800 Jahre alten Moorleichen sowie zahlreiche Werke vor allem norddeutscher Künstler.
Insgesamt werden 31,2 Mio. Euro für die Umsetzung des Masterplans benötigt. Mit den heute beschlossenen 15,6 Mio. Euro übernimmt der Bund die Hälfte davon, die andere Hälfte trägt das Land Schleswig-Holstein.“