Schrift kleiner Schrift größer

 

Suchen

 

Fehmaraner Glockenturm gerettet! 200.000 Euro für die St.-Petri-Kirche Landkirchen

Pressemitteilungen


(Foto: Studio Kohlmeier)

 

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute 20,8 Mio. Euro für das Denkmalschutz-Sonderprogramms V beschlossen. Zu den bundesweit 124 geförderten Projekten zählt auch der Glockenturm der St.-Petri-Kirche Landkirchen auf Fehmarn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein und stellvertretende haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Bettina Hagedorn, ist stolz auf diesen erneuten Erfolg für die Kulturdenkmäler in Ostholstein:

„Seit 2008 konnte ich im Haushaltsausschuss für insgesamt fünf Projekte in Ostholstein über 1,5 Mio. Euro Bundesfördermittel sicherstellen. Nach der KZ-Gedenkstätte Ahrensbök 2008 und der Ratekauer Feldsteinkirche 2009 profitierten 2013 das Eutiner Schloss und 2014 das Oldenburger Wallmuseum von den Beschlüssen des Haushaltsausschusses. Für 2016 strebe ich in enger Abstimmung mit der Kulturstiftung der Sparkasse Holstein Bundesmittel für die Sanierung des Elisabeth-Turmes auf dem Bungsberg an.“ blickt Hagedorn bereits in die Zukunft. Aber aktuell freut sie sich über den Erfolg für die Kirchengemeinde auf Fehmarn:
„Als mich die evangelische Kirchengemeinde Landkirchen auf Fehmarn im September 2014 das erste Mal um Hilfe für die dringend notwendigen Reparaturarbeiten an ihrem hölzernen Glockenturm bat, musste ich sie auf das Förderjahr 2015 vertrösten. Glücklicherweise hatte die Gemeinde nicht nur einen langen Atem, sondern vor allem einen erfahrenen Architekten, der bereits andere Denkmalschutz-Projekte in Ostholstein mit mir zum Erfolg führte und seitdem viel Arbeit in den Antrag steckte. Heute kann ich der Gemeinde von ganzem Herzen gratulieren, denn das lange Warten hat sich gelohnt: 200.000 Euro Bundesmittel stehen jetzt dank des Haushaltsausschusses zur Verfügung. Nun können bald die Arbeiten am über 400 Jahre alten Holzturm beginnen, dessen langsamem Verfall man leider viel zu lange zusehen musste, weil das Geld fehlte.“
Der 24 Meter hohe Holzglockenturm wurde angeblich im Jahre 1638 – das Baugefüge deutet eher auf das 16. Jahrhundert hin – gebaut und repräsentiert mit seiner für Norddeutschland typischen Stapelweise und im Verbund mit dem dreischiffigen, gotischen Kirchenhauptgebäude aus Backstein den historischen Kirchenbau Holsteins. Durch Sturmschäden wurden die Dachschindeln teilweise abgedeckt, auch die Standsicherheit ist derzeit nur bedingt gewährleistet.
Hintergrund: 2008 war in Ostholstein bereits die historisch bedeutsame KZ-Gedenkstätte Ahrensbök mit 85.000 Euro vor dem drohenden baulichen Verfall gerettet worden, 2009 flossen 800.000 Euro in die Sanierung der Ratekauer Feldsteinkirche, 2013 300.000 Euro für den Schlossgarten des Eutiner Schlosses und 2014 180.000 Euro für die Sanierung des Oldenburger Walls aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz, das im November 2007 vom Haushaltsausschuss aus der Taufe gehoben wurde und seitdem bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien angesiedelt ist.