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Feldsteinkirche zu Ratekau kurz vor der Eröffnung

Aktuelles


Bettina Hagedorn, Torsten Albig, Petra Merkel, Herr Ewers

Am 13. August 2011 besuchte ich mit meiner Bundestagskollegin Petra Merkel, der Vorsitzenden des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages (u.a. seit Jahren verantwortlich für das Ressort Kultur und das Kanzleramt), die Feldsteinkirche in Ratekau, wo wir über den Stand der Sanierungsarbeiten mit erheblichen Bundesmitteln informiert wurden. Ein besonderes Indiz für den kulturellen Wert dieser Sanierungsmaßnahme war die Teilnahme bei diesem Termin des Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2012 der SPD, den Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig. Außerdem waren die Landtagsabgeordnete Sandra Redmann, der SPD-Kreisvorsitzende Lars Winter, der Ratekauer Bürgermeister Thomas Keller, der zuständigen Pastorin Frau Dittmann, der federführende Architekt Herr Ewers, sowie Herr Beck und Herr Rutz als Verantwortliche vom seit Jahren ehrenamtlich engagierten Förderverein mit von der Partie. Die regionale Ebene der Sozialdemokratie wurde vertreten durch Karl Heinz Georg und Gunda Klüver (SPD Ortsverein Ratekau), Wolfgang Niemann (SPD Fraktion), Peter Ninnemann (SPD OV Timmendorfer Strand) und Astrid Steeger (Vorsitzende SPD-OV Timmendorfer Strand), sowie weitere Interessierte von der Gemeinde- und Kreisebene.

Die Feldsteinkirche in Ratekau ist eine der wenigen noch erhaltenen romanischen Kirchen vom Typus Vicelinkirche und Bestandteil des Stadtwappens und Wahrzeichen der Gemeinde Ratekau. Doch aufgrund ihres Alters und der hohen Beanspruchung bestand nicht erst seit 2008 dringender Sanierungsbedarf – und akute Finanzierungsnot. Es war ein Riesenerfolg, dass die Kirche im Frühsommer 2009 durch Beschluss des Haushaltsausschusses – als einziges Projekt in Schleswig-Holstein überhaupt - insgesamt 800.000 Euro aus dem Gebäudesanierungsprogramm des Konjunkturpaketes II aus einmaligen Sondermittelns des Bundes zugesprochen erhielt: damit waren „auf einen Schlag“ zweidrittel der notwendigen Investitionskosten von 1,2 Mio. Euro vom Bund gesichert.

So konnte nicht nur ein großer Erfolg für die Kirchengemeinde und die vielen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region verbucht werden – gleichzeitig profitierten viele kleine und mittelständische Unternehmen in der Region, die an den folgenden Bauaufträgen teilhatten.

Hintergrund: Ziel des Konjunkturpakets II des Bundes war es, Handwerk und Mittelstand durch die unbürokratische Vergabe öffentlicher Aufträge zu unterstützen und dadurch Arbeitsplätze zu sichern. Insgesamt 500 Mio. Euro aus diesem Paket standen für die "Grundsanierung und energetische Sanierung von Gebäuden" bundesweit zur Verfügung. Ursprünglich waren jedoch Nationale Kulturdenkmäler aus diesem Programm nicht förderfähig. Deshalb hatte der Haushaltsausschuss mit der Änderung eines Haushaltsvermerks im Mai 2009 beschlossen, dass auch insgesamt 29 Kulturdenkmäler deutschlandweit mit insgesamt fast 18,6 Mio. Euro gefördert werden konnten. Die Kirche in Ratekau war dabei das einzige zur Förderung vorgesehene Projekt in Schleswig-Holstein. Am 17. Juni 2009 hatte der Haushaltsausschuss die Förderliste der 29 Kulturdenkmälern beschlossen.

Bereits im Juni 2009 habe ich unter der fachkundigen Führung des Architekten und aller Beteiligten die Feldsteinkirche mit ihren damaligen Baumängeln besichtigen können und mich davon überzeugt, wie wichtig diese „Geldspritze“ für den Bestand dieses Jahrhunderte alten Bauwerks ist. Ich freue mich sehr, dass die Bauarbeiten bald zu einem Abschluss gebracht werden können - die feierliche Wiedereröffnung der Kirche ist für den 28. August 2011 geplant.