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Gegen Gewalt gegen Frauen! - ich beteilige mich am Aktionstag "Schweigen brechen!"

Aktuelles

24.11.2017

"Farbe bekennen! Nicht wegsehen!" Bettina Hagedorn beteiligt sich am Aktionstag
(Foto: Büro Hagedorn)

 

Bereits zum 36. Mal fand der weltweite Aktionstag Gegen Gewalt an Frauen statt, um zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeglicher Form gegenüber Frauen und Mädchen aufzurufen – momentan besonders aktuell, da sich unter dem Hashtag #MeToo in den vergangenen Wochen immer wieder Prominente und nicht-Prominente Frauen in sozialen Medien gemeldet haben und Übergriffe schilderten. Bettina Hagedorn, SPD-Abgeordnete für Ostholstein, unterstützt Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley bei ihrem Aufruf zu diesem Aktionstag, „das Schweigen zu brechen“ und wirbt für das seit 2012 bundesweit installierte Frauen-Hilfetelefon:

 

„Das Problem von Gewalt gegen Frauen bleibt leider auch 36 Jahre nach dem 1981 ins Leben gerufenen Aktionstag am 25. November top-aktuell: denn das Thema ist für viele weiterhin ein Tabu. Dabei brauchen die Betroffenen hellwache Nachbarn, Freunde und Verwandte, die Hilfe anzubieten oder Mut machen, um z.B. das bundesweite Hilfetelefon anzurufen, das jederzeit unter der Rufnummer Tel. 0800 116 016 vertraulich erreichbar ist – und das in 17 (!) verschiedenen Sprachen – und zusätzlich in Gebärdensprache. Die Beraterinnen, oft Sozialpädagoginnen oder Psychologinnen, haben ein offenes Ohr, beraten und vermitteln Kontakte zu Hilfsangeboten vor Ort. Auch im Live-Chat auf der Internetseite www.hilfetelefon.de kann man sich melden. In Schleswig-Holstein stehen unter anderem 16 Frauenhäuser für die Betroffenen offen, die Schutz vor ihren Peinigern suchen. Das Hilfetelefon ist aber nicht nur für persönlich Betroffene da – es wendet sich auch an Familienangehörige, Freunde und Arbeitskollegen von betroffenen Frauen, die in konkreten Situationen Unterstützung benötigen. Im Jahr 2016 haben 81.800 Menschen den Kontakt zu der Beratungsstelle gesucht, wovon 34.400 eine qualifizierte telefonische Beratungen in Anspruch genommen haben und 4.500 Personen sich online gemeldet haben – das Hilfetelefon ist damit zu einer unverzichtbaren Unterstützungseinrichtung geworden!“ 

Denn seit dem Start dieses Aktionstages 1981 ist die Anzahl an Gewalttaten gegenüber Frauen auch in Deutschland erschreckend und besorgniserregend hoch geblieben: Etwa jede dritte Frau ist bundesweit von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen, mehr als 50 Prozent werden mindestens einmal im Leben sexuell belästigt. Doch nur rund 20 Prozent trauen sich überhaupt, an die Öffentlichkeit zu gehen – so das Ergebnis einer Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte von 2014. Das Thema „Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen“ wird in der Öffentlichkeit leider immer noch viel zu oft verschwiegen. Neben Prävention- und Interventionsprojekten ist auch die Betreuung und Beratung der Betroffenen ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. 

Unter dem Motto Wir brechen das Schweigen beteiligt sich das Hilfetelefon des Bundesfamilienministeriums an dem Aktionstag. Das Familienministerium hat für weitere Informationen extra eine Internetseite eingerichtet, die Sie hier finden: www.hilfetelefon.de 

Im Juli 2016 hatte der Bundestag einstimmig ein neues Sexualstrafrecht verabschiedet „Nein heißt Nein“, für welches sich insbesondere die damalige Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig eingesetzt hatte.