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Hagedorn: 2014 740.000 Euro vom Bund für 4 Denkmäler in Schleswig-Holstein

Pressemitteilungen


Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 5. November eine Förderliste zu Gunsten von bundesweit insgesamt 156 nationalen Baudenkmälern für zusammen 20 Mio. Euro beschlossen. Auch vier Projekte aus allen Landesteilen Schleswig-Holsteins können sich über Bundeszuschüsse von insgesamt 740.000 Euro freuen. Seit 2007 gibt es auf Initiative des Haushaltsausschusses dieses Sonderprogramm zum Denkmalschutz – angesiedelt bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien – mit dem bis 2013 bereits 35 Denkmäler mit knapp 5,4 Mio. Euro im hohen Norden aus Bundesmitteln unterstützt wurden.

Noch 2014 wird also mit 180.000 Euro die Sanierung des Oldenburger Walls gefördert, 200.000 Euro fließen in das Ahrensburger Schloss, mit 160.000 Euro wird die Sanierung der Lübecker Saalkirche, Königstr. 18 durch die evangelischreformierte Kirchengemeinde unterstützt und 200.000 Euro stehen für den neuen Dampfkessel des Flensburger Salondampfers „Alexandra“ bereit – alle vier Projekte lagen der Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn besonders am Herzen:

„Ich bin froh, dass in allen vier Fällen gute und sinnvolle Sanierungsarbeiten zur Unterstützung von wertvollen Kulturvorhaben in unserem Land nun noch aus aktuellen Haushaltsmitteln 2014 in Angriff genommen werden können. Als Ostholsteinerin bin ich besonders froh, dass der Haushaltsausschuss die Sanierung des Oldenburger Walls auf die Liste setzen konnte: Der Ringwall der Slawen stammt aus dem 7. Jahrhundert und ist eines der bedeutendsten archäologischen Kulturdenkmäler in Schleswig-Holstein. Nachdem der Wall 1987 rekonstruiert wurde, begann er im Januar 2014 abzurutschen. Mit dem Geld kann in Oldenburg nun der Startschuss für die gesicherte Gesamtmaßnahme gegeben werden.“

2008 war in Ostholstein bereits die historisch bedeutsame KZ-Gedenkstätte Ahrensbök mit 85.000 Euro vor dem drohenden baulichen Verfall gerettet worden, 2009 flossen 800.000 Euro in die Sanierung der Ratekauer Feldsteinkirche und 2013 300.000 Euro für den Schlossgarten des Eutiner Schlosses.

Hagedorn: „Ich freue mich auch besonders über die Bewilligung von 200.000 Euro für das Ahrensburger Schloss, das seit 2011 komplett saniert wird. Die Wiederherstellung vieler Museumsräume und Turmzimmer sowie die Modernisierung des Brandschutzes werden den Museumsbetrieb für die Besucherinnen und Besucher nicht nur interessanter sondern auch sicherer machen.“

Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde in Lübeck, Königstr. 18, erhält 2014 160.000 Euro für die Sanierung der klassizistischen Saalkirche.

Hagedorn: „Lübeck hat aufgrund seines enormen Reichtums an national bedeutsamen Kulturdenkmälern seit 2008 in besonders großen Umfang von diesem Bundesprogramm für Denkmalschutz profitiert – u.a. wurden seit 2008 binnen 5 Jahren 7 Vorhaben mit knapp 1,5 Mio. Euro unterstützt - darunter so wichtige Projekte wie 2008 die Engelsgrube mit 200.000 Euro, 2011 das Buddenbrookhaus mit 300.000 Euro oder die Lübecker Synagoge 2013 mit ebenfalls 300.000 Euro. Es ist erfreulich, dass das Engagement der Lübecker Bundestagsabgeordneten für die Sanierung der Saalkirche jetzt Erfolg hat.“

200.000 Euro fließen an die Flensburger Förde: Von dem Fördergeld soll auf Wunsch des Fördervereins „Salondampfer Alexandra“ (Vorsitzende Eberhard Starke und Frank Petry) der Dampfkessel in alter Bauart und Technik ersetzt werden, der bereits 2013 notdürftig repariert werden musste.

Hagedorn: „Ich kenne die ‚Alexandra‘ nicht nur als bekanntes Wahrzeichen der Flensburger Förde, sondern auch als echten ‚Hingucker‘ jedes Jahr auf der Kieler Woche: Um den Denkmalstatus nicht zu verlieren, muss ein Dampfkessel- Nachbau in alter Technik gebaut werden – eine echte Herausforderung, die natürlich ihren Preis hat. Ich bin froh, dass diese Hürde jetzt mit Hilfe des Bundes vom Förderverein erfolgreich genommen werden kann.“

Deutschlands letztes seegehendes Passagierdampfschiff - 1908 von der Prinzessin Alexandra zu Schleswig-Holstein- Sonderburg-Glücksburg auf den Namen „Alexandra“ getauft – wurde 1990 als erstes fahrendes Schiff in Schleswig-Holstein in das Denkmalbuch eingetragen.