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Hagedorn besucht AWO-Kinderhaus in Malente: Qualitätsoffensive durch kleinere Gruppen und Anerkennung der Erzieherinnen

Pressemitteilungen

Von links: Ailien Schulze-Entrup (Elternvertreterin), Claudia Priewe  (Erzieherin), Ronald Alpen (Vorsitzender Kreiselternvertretung Ostholstein), Ulrike Buuck-Diedrich (Erzieherin), Marion Ducke (Elternvertreterin), Bettina Hagedorn, Barbara Wenzel (Elternvertreterin), Heino Anders (SPD-Gemeindevertreter), Annett Klöfkorn-Papke (Kinderhausleiterin). Foto: Arnold Petersen.

Mehr Krippenplätze, kleinere Gruppen und vor allem mehr Anerkennung für Erzieherinnen und Erzieher – mit diesen Forderungen hat Bettina Hagedorn im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Dialog Kita-Qualität“ der SPD-Bundestagsfraktion das AWO Kinderhaus in Bad Malente besucht. Mehr als drei Stunden hospitierte die SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein am Donnerstag im Gruppenalltag der Krippen- und Kita-Sprösslinge und erlebte im Gespräch mit den Erzieherinnen hautnah, wo ‚der Schuh drückt‘. 

Hagedorn: „Ich besuche seit Jahren die Kindergärten und Krippen im gesamten Wahlkreis, da dort eine enorm wichtige und häufig unterschätzte Arbeit für die Zukunft unserer Gesellschaft geleistet wird. Anstatt 60.000 Krippenplätzen 2004 gibt es heute bundesweit über 850.000 Plätze für Kinder unter drei Jahren – auch dank milliardenschwerer Förderung durch Bund und Land. Die Eltern nehmen das Angebot, ihre Kinder oft schon mit einem Jahr in der Krippe betreuen zu lassen, um den Wiedereinstieg in den Beruf leisten zu können, immer stärker in Anspruch. Für die Erzieherinnen – auch in Bad Malente – hat sich die Arbeit damit enorm verändert und ist noch herausfordernder geworden. Bei meinem Besuch lag mir besonders am Herzen, mit den Erzieherinnen und den Eltern ins Gespräch zu kommen. Ich habe zugehört, welche Sorgen sie haben und mit welchen Herausforderungen sie täglich umgehen müssen. Ich habe hohen Respekt vor dieser Arbeit, was sie Tag für Tag leisten – das ist unglaublich und muss künftig noch besser entlohnt werden!“

Bettina Hagedorn betonte, dass der Bund zwar in den vergangenen zehn Jahren milliardenschwere finanzielle Unterstützung geleistet habe, dies aber noch nicht genug sei. Und obwohl sich der Bund auch seit Jahren mit über 845 Mio. Euro jährlich dauerhaft an den Betriebskosten der Krippen beteiligt, reicht das aus ihrer Sicht nicht. Gemeinsam mit der Leiterin des Kinderhauses in Bad Malente, Annett Klöfkorn-Papke, fordert sie jetzt vorrangig die Qualität der Arbeit zu verbessern – und das geht nur durch mehr gut ausgebildetes Personal und kleinere Gruppen mit festen Quali-tätsstandards.

Hagedorn: „Wir müssen den Fachkräftemangel bekämpfen. Gemessen an dem, was Erzieher leisten, verdienen sie einfach zu wenig – gut, dass der bundesweite Streik bei allen Unannehmlichkeiten für die betroffenen Eltern in diesem Punkt endlich das öffentliche Problembewusstsein gestärkt hat! Es ist absurd, dass Erzieher für ihre Aus- und Fortbildung zahlen müssen – so können wir nicht glauben, die erforderlichen Fachkräfte für diese anspruchsvolle Arbeit zu gewinnen! Eine gute frühkindliche Bildung ist der Schlüssel für Bildungserfolg und Teilhabe. Darum bin ich mit Familienministerin Manuela Schwesig einig, dass die durch das vom Verfassungsgericht ‚gekippte‘ Betreuungsgeld jetzt ‚frei‘ werdenden Millionen vom Bund den Ländern für eine Qualitätsoffensive und kleinere Gruppengrößen in Krippen und Kitas zur Verfügung gestellt werden sollten. Der Bund hat zwar seit zehn Jahren viel Unterstützung der Länder und Kommunen für die Betreuung der Kleinsten geleistet und die richtigen Akzente gesetzt – aber es gibt immer noch viel zu tun, womit wir die Träger nicht allein lassen dürfen. Darum war es für mich – selbst Mutter von drei mittlerweile erwachsenen Söhnen – selbstverständlich, bei der Woche ‚Dialog Kita-Qualität‘ der SPD-Bundestagsfraktion mitzumachen. Frühkindliche Bildung gehört zu den obersten Prioritäten sozialdemokratischer Politik!“

Das AWO-Kinderhaus in Bad Malente besteht seit 1995. Zurzeit werden dort 138 Kinder in unterschiedlichen Gruppen betreut. Es gibt vier Gruppen mit Kindern im Al-ter von 3-5 Jahren, eine Gruppe mit Kindern im Alter von 5-6 Jahren sowie drei Gruppen mit Kindern im Alter von 1-3 Jahren.