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Hagedorn besucht St. Jürgen-Kirche in Grube: Umfassende Sanierung dringend nötig!

Allgemein

01.11.16
 
 

Gemeinsam mit der Kirchengemeinde und den Bürgerinnen und Bürgern kämpfe ich für die Sanierung der St. Jürgen Kirche in Grube. (Foto: LN, Peter Mantik)

Am 01.11.16 habe ich die St. Jürgen-Kirche Grube besichtigt, deren umfassende Sanierung derzeit von der Kirchengemeinde geplant wird. Denn leider ist das historische Kirchengebäude aktuell in einem schlechten Zustand: Im Dachstuhl gibt es massive Holzschäden, auch das Mauerwerk – speziell im Bereich des Kirchturms – weist Mängeln und Schäden auf und muss umfassend saniert werden. Doch die damit verbundenen hohen Kosten kann die Kirchengemeinde aus eigener Kraft nicht aufbringen. Ich möchte mithelfen, die dringend benötigten Mittel für den Erhalt der St.-Jürgen-Kirche in Grube zusammenzubekommen, damit das Sanierungsprojekt möglichst unverzüglich in Angriff genommen werden kann!

 
Bei der Besichtigung der St. Jürgen-Kirche konnten wir uns über den schlechten Zustand des Dachstuhls selbst ein Bild machen. (Foto: LN, Peter Mantik)
 

Pastor Rüdiger Fuchs, Kirchenkreis-Architekt Matthias Höls, der Vorsitzende des Kirchengemeinde-Bauausschusses Manfred Manthey und Architekt Torsten Ewers haben den Landeskonservator Dr. Michael Paarmann vom Landesamt für Denkmalpflege, Propst Dirk Süssenbach und mich  bei unserem Besuch ausführlich über die Pläne zur denkmalgerechten Sanierung des Kirchengebäudes informiert. Die Zusage von Landeskonservator Dr. Paarmann zu diesem Termin unterstreicht, welchen hohen Wert die St.-Jürgen-Kirche auch aus Sicht der Denkmalpflege des Landes hat – eine Grundvoraussetzung für jede Denkmalschutz-Förderung aus Berlin.

Die St.-Jürgen-Kirche zu Grube wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet, ihre erste Erwähnung erfolgte 1232. Insbesondere der einzigartige Schnitzaltar von 1475, der zum großen Teil in originaler Farbe und in vollem Umfang erhalten ist, gilt als besonders wertvoll. Nicht nur das Alter der Kirche von bald 800 Jahren, sondern auch ihre besondere Lage am nördlichen Ortsrand von Grube macht die St.-Jürgen-Kirche zu einer echten „Landmarke“ im Norden Ostholsteins – sie zu erhalten ist darum ein Anliegen der gesamten Region. Diese Kirche besitzt eine große Bedeutung für die Menschen. Sie vermittelt Heimat. Das merkte man auch an der großen Resonanz der heutigen Informationsveranstaltungen, an der viele Bürgerinnen und Bürger aus Grube und Umgebung teilnahmen.

Als langjähriges Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestags habe ich mich seit 2008 immer wieder erfolgreich im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogrammes für die Förderung wichtiger historischer Projekte in Ostholstein eingesetzt. Davon profitierten mit insgesamt ca. 1,8 Mio. Euro u.a. die KZ-Gedenkstätte Ahrensbök, die Ratekauer Feldsteinkirche, das Eutiner Schloss, der Oldenburger Wall, die Kirchengemeinde Landkirchen und – ganz aktuell – der Elisabeth-Turm auf dem Bungsberg, der derzeit mit 160.000 Euro aus Bundesmitteln saniert wird und 2017 wieder als Aussichtsturm zur Verfügung stehen soll. Im September 2016 konnte ich erreichen, dass der Haushaltsausschuss mit einem Zuschuss von 35.000 Euro die Wiederherstellung des historischen Orgelprospektes der Stadtkirche Neustadt ermöglichen wird. Diese „Erfolgsstory“ zugunsten des Erhalts wichtiger kultureller Gebäude in unserer Region möchte ich gerne durch eine finanzielle Unterstützung der St. Jürgen-Kirche in Grube fortsetzen.