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Hagedorn: Durchbruch für die Sanierung der Lübecker Synagoge: Haushaltsausschuss bewilligt 2,5 Mio. € Fördermittel

Aktuelles

10.11.2016

 
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Bereinigungssitzung Fördermittel des Bundes in Höhe von 2,5 Mio. Euro für die Sanierung der Lübecker Synagoge beschlossen. Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein und stellvertretende haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Bundesfraktion, ist glücklich über diesen Erfolg für die jüdische Gemeinde in Lübeck und für die Region:
„Mit diesem kräftigen Bundeszuschuss von 2,5 Mio. Euro legt der Bund ein klares Bekenntnis für die zukunftsweisende Sanierung der Lübecker Synagoge ab, die als eine der ganz wenigen in Deutschland – und sogar als einzige in ganz Schleswig-Holstein – trotz der Zerstörungen der Nazizeit fast vollständig erhalten geblieben ist.

Als meine ehemalige SPD-Bundestagskollegin und damalige Haushaltsausschussvorsitzende Petra Merkel aus Berlin 2013 die Lübecker Synagoge besuchte, war das der ‚Startschuss‘ für einen erstmaligen Förderzuschuss des Haushaltsausschusses aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm von damals 300.000 Euro. Weitere Denkmalschutzmittel in Höhe von 280.000 Euro haben die Haushälter 2015 bewilligt, dazu kamen noch einmal 300.000 Euro Bundesmittel aus dem Fördertopf für Kulturdenkmäler von nationaler Bedeutung 2013/2014. Mit dem Abbruch der Bauarbeiten an der Synagoge im Mai 2016 und den Turbulenzen bei der erforderlichen 50-prozentigen Kofinanzierung durch Stiftungen, Stadt und Land fehlten dem Haushaltsausschuss im Frühsommer noch die Voraussetzungen, um die Sanierung der Synagoge in Lübeck bis zum Abschluss weiterfördern zu können. Dank des maßgeblichen Engagements der Landesregierung, der Stadt und aller Beteiligter fiel dann im Oktober die wichtige Entscheidung zur Fortsetzung der Arbeiten vor dem nahenden Winter. Ich bin unglaublich glücklich, dass für den Haushaltsausschuss damit jetzt die Voraussetzungen geschaffen sind, um weitere 2,5 Mio. Euro für 2017 zu bewilligen – denn es ist höchste Zeit, dass es nun endlich wieder gute Nachrichten für die jüdische Gemeinde in Lübeck gibt! Ich gratuliere den inzwischen wieder 800 jüdischen Gemeindemitgliedern und allen Unterstützern zum Durchbruch für dieses wichtige Projekt, denn ihr ‚langer Atem‘ und ihr unermüdliches Eintreten hat nun endlich zum abschließenden Erfolg geführt. Der erfolgreiche Abschluss der Sanierungsarbeiten mit der Wiedernutzung zentraler Räumlichkeiten durch die Gemeinde rückt jetzt – vor allem dank des unbeirrten Engagements der Landesregierung – in greifbare Nähe!“