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Haushaltsausschuss bewilligt 48 Mio. Euro für 10.000 zusätzliche Stellen im Bundesfreiwilligendienst

Pressemitteilungen

In der heutigen Bereinigungssitzung hat der Haushaltsausschuss 48 Mio. Euro für ein Sonderprogramm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ zur Verfügung gestellt. Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein und stellvertretende haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, ist froh über diesen Erfolg: „Mit den 48 Mio. Euro ermöglichen wir auf Vorschlag unserer Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zusätzlich 10.000 Interessierten, sich aktiv im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. 

Damit erhöhen wir die Mittel auf insgesamt 215,2 Mio. Euro. Aktuell arbeiten fast 38.000 ‚Bufdis‘ bundesweit, in Schleswig-Holstein allein 1.326, übrigens mehr Frauen als Männer. Zwar sind 1.132 von ihnen unter 27 Jahren, aber der Bundesfreiwilligendienst kennt keine Altersgrenze: In Schleswig-Holstein gibt es aktuell auch 7 ‚Bufdis‘ über 65 Jahren. Generationsübergreifend können jetzt 10.000 weitere Interessierte professionell die Träger des beeindruckenden ehrenamtlichen Engagements entlasten und die oft seit Monaten mit riesigem Einsatz in Notunterkünften, bei Versorgung und Integrationshilfe anpackenden Freiwilligen unterstützen. Stellen im Bundesfreiwilligendienst können die Träger auch mit Flüchtlingen, die bereits eine Arbeitserlaubnis haben, besetzen. Diese sind oft hochmotiviert und können so nicht nur ihre eigene Integration befördern, sondern vor allem mit ihren u.a. sprachlichen Fähigkeiten unersetzliche Dienste in der Kommunikation mit den Flüchtlingen einbringen.“

Doch nicht nur beim Bundesfreiwilligendienst hat der Haushaltsausschuss eine bessere Unterstützung beschlossen. Hagedorn erläutert: „Mit zusätzlichen 27,2 Mio. Euro stärken wir die Aufgaben der freien Jugendhilfe auf nun insgesamt 176 Mio. Euro. Davon sind 8 Mio. Euro für Jugendmigrationsdienste, die junge Zugewanderte von 12 bis 27 bei der Integration unterstützen, vor allem beim Übergang von der Schule in den Beruf. Außerdem sind 15 Mio. Euro für Sprachkurse vorgesehen, die jungen Migranten auf ein Studium vorbereiten sollen – das ist eine Verdreifachung des Titels auf jetzt 22 Mio. Euro! 6 Mio. Euro fließen in ein Bundesprogramm für die Beratung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge.

Gleichzeitig müssen wir aber etwas gegen zunehmende Radikalisierungstendenzen, gegen Rassismus und Diskriminierung unternehmen. Dazu stocken wir die Mittel zur Stärkung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie um 10 Mio. Euro auf jetzt 50,5 Mio. Euro auf. Das ist ein solides Gesamtpaket zur Integration von Flüchtlingen in die deutsche Gesellschaft!“