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Haushaltsausschuss gibt mehr Geld für die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen!

Pressemitteilungen

10.11.2016

Foto: studio kohlmeier

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat gestern in seiner Bereinigungssitzung zum Haushalt 2017 die Mittel für Aspekte der Migration und Integration im Gesundheitswesen um insgesamt 8 Mio. Euro aufgestockt. Konkret wurde der Ansatz für das Jahr 2017 von 1,25 Mio. Euro um 4 Mio. Euro auf 5,25 Mio. Euro erhöht; weitere 4 Mio. Euro „on top“ gibt es für die Folgejahre 2018 und 2019.

Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein und stellvertretende haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion: „Die medizinische Behandlung von Flüchtlingen bringt ganz spezielle Anforderungen mit sich. Viele Flüchtlinge, gerade Frauen und Kinder, sind durch Krieg und Gewalt so sehr traumatisiert, sodass sie auf besondere und qualifizierte psychologische Betreuung angewiesen sind. Dabei müssen Pflegekräfte und Ärzte auch interkulturelle Kompetenzen mitbringen und mit ihrer besonderen – auch rechtlichen – Situation vertraut sein. Mit dem gestrigen Beschluss haben wir deshalb Geld für ein Modellprojekt zur Verfügung gestellt, in dem Pflegekräften besser im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen geschult und ausgebildet werden sollen – und zwar einfach und unbürokratisch über eine E-Learning Plattform. Ein weiteres Modellprojekt hat das Ziel, mit der Hilfe von Internet-Tools die besondere psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen mit Kriegs- und Fluchterfahrungen einzuschätzen. Mit diesen wichtigen neuen Projekten unterstützen wir Pflegekräfte bei ihrer herausragenden Arbeit und geben ihnen Instrumente an die Hand, um Flüchtlinge nach ihren Bedürfnissen bestmöglich zu versorgen!“