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Landkirchen auf Fehmarn: Hagedorn übergibt Förderbescheid für Petri-Kirche

Aktuelles

Architekt Torsten Ewers, Bettina Hagedorn, Präses Dr. Peter Wendt, Bürgermeister Jörg Weber und der stellvertretende Landeskonservator Dr. Dirk Jonkanski vor der St.-Petri-Kirche Landkirchen (Foto: Melina Ulbrich, Kirchenkreis Ostholstein)

Das Jahr 2016 begann für mich mit einem besonders freudigen Termin: Gestern durfte ich der Kirchengemeinde Landkirchen einen Förderbescheid über 200.000 Euro überbringen. Im Juni 2015 hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags, in dem ich seit über 13 Jahren Mitglied bin, beschlossen, die Sanierung des maroden hölzernen Glockenturms der Petri-Kirche mit dieser Summe zu unterstützen und so die Hälfte der Gesamtkosten von 400.000 Euro zu tragen. Damit ist es mir seit 2008 bereits zum sechsten Mal gelungen, erhebliche Mittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Haushaltsausschusses für Ostholstein einzuwerben. Wenn alles „nach Plan“ verläuft, werden wir schon im Sommer die Einweihung des frisch sanierten Glockenturms feiern können!

 

Bettina Hagedorn übergibt den Förderbescheid an Pastor Bertold Kark-Carlson (Foto: Melina Ulbrich, Kirchenkreis Ostholstein)

Durch die Förderzusage des Haushaltsausschusses und zahlreiche Spenden, die engagierte Gemeindemitglieder eingeworben haben, laufen nun die Bauarbeiten. Der Holzglockenturm wird vom Fundament bis zur Dachspitze umfassend und fachkundig erneuert. Gemeinsam mit Pastor Bertolt Kark-Carlson, dem Präses der Kirchenkreissynode, Dr. Peter Wendt, Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber, dem stellvertretenden Landeskonservator Dr. Dirk Jonkanski und dem Architekten Torsten Ewers konnte ich die Baustelle besichtigen.

Die St.-Petri-Kirche mit eingerüstetem Holzglockenturm (Foto: Bettina Hagedorn)

Der Grundstein für die St.-Petri-Kirche wurde bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gelegt. Besonders bemerkenswert ist ihr separat stehender, 24 Meter hoher Holzglockenturm, der vermutlich im Jahre 1638 gebaut wurde: Mit seiner für Norddeutschland typischen Bauweise repräsentiert er, zusammen mit dem dreischiffigen, gotischen Kirchenhauptgebäude aus Backstein, den historischen Kirchenbau Holsteins.

Abgeordnete in Aktion: Hagedorn schlägt symbolisch einen Holznagel ein (Foto: Melina Ulbrich, Kirchenkreis Ostholstein)

Leider ist der Turm bislang noch in einem völlig maroden Zustand. Erst im August 2014 ist ein großer Teil des Turmdaches abgebrochen und auf einen der Friedhofshauptwege gefallen. Der Kirchengemeinderat steht deshalb bereits seit 2013 in Beratungen mit Denkmalschützern und Architekten, um die notwendigen Arbeiten vorzubereiten. Viel zu lange musste man dem langsamen Verfall des knapp 400 Jahre alten Turms zusehen, weil das notwendige Geld fehlte. Ich bin stolz, dass ich einen Beitrag leisten konnte, das zu ändern!