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Meilenstein für die Pflege: Bundeskabinett beschließt Neuordnung der Pflegeberufe

Pressemitteilungen

Hagedorn: Ausbildung erhält bessere Qualität und ist vor allem endlich kostenlos!

Bettina Hagedorn beim Pflegedanktag des Cura Seniorencentrums in Heiligenhafen am 28. Februar 2015

Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss für ein neues Pflegeberufegesetz ist der Startschuss für die parlamentarische Debatte zur Neuordnung der Pflegeberufe erfolgt. Für die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn aus Ostholstein ist dieser Beschluss ein Systemwechsel und der nächste Schritt in der Pflegereform, für den die SPD jahrelang gekämpft hat.

Bettina Hagedorn: „Mit dem neuen Pflegeberufegesetz wird nach jahrelanger Diskussion mit den Berufsverbänden sowie zwischen Bund und Ländern endlich die bislang getrennte Ausbildung der Berufe in der Kranken- und Altenpflege zusammengeführt. Durch diese längst überfällige Neuordnung hin zu einer generalisierten Ausbildungsstruktur wollen wir die beruflichen Chancen der Beschäftigten in der Pflege verbessern, die Attraktivität des Berufsbildes angesichts des großes Fachkräftebedarfes steigern und die Altenpflegeausbildung endlich auch grundsätzlich bundesweit kostenlos anbieten."

"Es war seit langem ein Skandal, dass Auszubildende in der Altenpflege trotz enormen Fachkräftemangels auch noch ihre eigene Ausbildung mitfinanzieren mussten. In Anbetracht der demographischen Entwicklung ist eine gemeinsame Grundausbildung in Kranken- und Altenpflege dringend erforderlich. Gleichzeitig wird es natürlich auch künftig eine erforderliche Spezialisierung in der Alten-, Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflege geben. Es wird durch ausreichend lange Übergangsfristen und Abstimmungen in den Lehrplänen sichergestellt sein, dass auch weiterhin Spezialwissen vermittelt und Qualität weiter verbessert werden kann. Entscheidend ist aber die künftige gesetzliche Verankerung der Durchlässigkeit innerhalb der Pflegeberufe und zusätzlich von der Helferausbildung bis hin zum akademischen Abschluss. Dadurch wollen wir die Attraktivität der Berufe deutlich steigern und gerade die Altenpflegekräfte aus ihrer – häufig so empfundenen – beruflichen Sachgasse holen. Mit der Einführung einer grundständigen akademischen Ausbildung – gleichberechtigt neben der fachschulischen – wollen wir das Angebotsspektrum zusätzlich erweitern.

Bei meinen inzwischen vier ‚Runden Tischen zur Pflege‘ in Ostholstein seit 2013 war die Ausbildung immer wieder eines der Kernthemen der Debatte – sowohl mit Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit wie auch mit den SPD-Fachfrauen aus dem Bundestag Ulla Schmidt und Dr. Carola Reimann. In den nächsten Monaten werde ich mit einem ‚5. Runden Tisch Pflege‘ die im Bundestag noch stattfindende Expertenanhörung sowie mögliche parlamentarische Gesetzesänderungen ausführlich mit Betroffenen und Interessierten in Ostholstein diskutieren.“

In Schleswig-Holstein arbeiteten 2013 rund 40.000 Menschen allein in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen mit fast 90.000 Pflegebedürftigen, deren Zahl naturgemäß ständig steigt. Auch in den Krankenhäusern brauchen gerade immer mehr ältere Patienten nicht nur gesundheitliche, sondern eben auch pflegerische Fürsorge. Das Thema Pflege ist für Bettina Hagedorn bereits seit 14 Jahren Arbeitsschwerpunkt in ihrer Tätigkeit als Abgeordnete. Neben zahlreichen Veranstaltungen mit den SPD-Gesundheitsexperten aus Berlin und Kiel führt sie regelmäßig – inzwischen neun (!) – eintägige Praktika in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern direkt vor Ort durch, um in persönlichen Gesprächen von den Beschäftigten zu hören, wo „der Schuh drückt“. Hagedorn: „Aus diesen Gesprächen und Diskussionen nehme ich immer wertvolle Eindrücke und Anregungen mit nach Berlin, um die Situation zu verbessern. Ich bin fest überzeugt: Das neue Gesetz ist ein guter Weg dazu und wird unseren Gesundheits- und Pflegestandort Ostholstein und Schleswig-Holstein stärken!“