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Parlamentarischer Abend zur Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals

Veranstaltungen

Bei meiner Rede zur Situation am Nord-Ostsee-Kanal
(Foto:  Initiative Kiel-Canal e.V. / Foto: Yorck Maecke)

 

Für den 23. September hatten die Industrie- und Handelskammer in Zusammenarbeit mit der „Initiative Kiel-Canal“ von Wirtschaftsvertretern und den norddeutschen Hafenverbänden zu einem parlamentarischer Abend zum Thema Nord-Ostsee-Kanal in die schleswig-holsteinischen Landesvertretung in Berlin eingeladen. Als schleswig-holsteinisches und für Verkehr zuständiges Mitglied im Haushaltsausschuss bin ich nicht nur der Einladung sehr gerne gefolgt sondern habe natürlich auch das Angebot, eine Rede zu halten, sofort angenommen. Gekommen waren insgesamt über 100 Gäste, davon allein 20 Bundestagsabgeordnete.

In meiner Rede habe ich noch einmal aufgezeigt, wie der Haushaltsausschuss im Mai auf meine Initiative 265 Mio. Euro für den Ausbau der Oststrecke abgesichert hat. Bereits im April hatten wir im Ausschuss mit den 485 Mio. Euro für die 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel ein klares Signal für die Sanierung des NOK gesetzt. Mit den weiteren geplanten Vorhaben – Sanierung der Schleusen Kiel Holtenau, Vertiefung des gesamten Kanals um einen Meter – sorgen wir dafür, dass der langjährige Investitionsstau auf der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt endlich aufgelöst werden kann. Das ist ein Riesenerfolg für die SPD und für Schleswig-Holstein, denn unter Schwarz-Gelb wurde der NOK stets aufs Abstellgleis geschoben: Außer einem ersten Spatenstich als Werbegag 2012 und warmen Worten der Kanzlerin bei der maritimen Konferenz in Kiel im April 2013 war bislang quasi nichts passiert. Jetzt machen wir Nägel mit Köpfen!
 

Mit Ralph Müller-Beck (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein), Ingo Egloff (Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V.), Andreas Schmidt (Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen und Geschäftsführer der Rhenus Midgard GmbH & Co. KG), Johann Bögl (Gesellschafter der Firmengruppe Max Bögl) und Jens Broder Knudsen (Vorsitzender der Initiative Kiel-Canal e.V.)
(Foto: Initiative Kiel-Canal e.V. / Foto: Yorck Maecke)

 

Bereits im September 2011 habe ich die Kampagne „SOS für den Nord-Ostsee-Kanal – der Norden steht auf!“ ins Leben gerufen. Getragen von der SPD, Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften, von den Lotsenbrüderschaften und Nautischen Vereinen aus ganz Norddeutschland war es seit dem Ziel der Initiative, auf den riesigen und unhaltbaren Investitionsstau aufmerksam zu machen.

Jens Broder Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel-Canal bedankte sich ausdrücklich für die vom Haushaltsausschuss bereitgestellten Mittel für den Kanal in Höhe von insgesamt rund 750 Mio. Euro. Die Veranstalter stellten – ganz getreu dem Motto der Veranstaltung „Lebensader Nord-Ostsee-Kanal“ den hohen Stellenwert des NOK innerhalb des europäischen Verkehrswegenetzes in den Vordergrund und betonten, dass die Investitionen, die wir im Haushaltsausschuss dieses Jahr beschlossen haben dringend notwendig waren um den NOK, die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt, wettbewerbsfähig zu halten. Auch das Beispiel des Redners Johann Bögl, von der Max Bögl Bauunternehmung, unterstrich die überregionale Bedeutung des Kanals. Das Unternehmen, das seinen Sitz im bayrischen Neumarkt hat, siedelte sich im Juni in Osterrönfeld an, um Güter schneller und günstiger nach Skandinavien zu transportieren. In der Produktionsanlage direkt am Kanal sind rund 200 Mitarbeiter beschäftigt.

Nun kann also endlich begonnen werden, den Kanal zu modernisieren und so zahlreiche bestehende Arbeitsplätze in unserem Bundesland langfristig zu sichern und neue Jobs zu schaffen.