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SPD-Abgeordnete zu Gast in Ahrensbök - Bürgermeister Andreas Zimmermann lud ins Bauernhof-Café Steffens

Aktuelles

10.01.2018


Bürgermeister Andreas Zimmermann mit Fraktionsvertretern, dem Bürgervorsteher Hans-Joachim Dockweiler und der Landtagsabgeordneten Sandra Redmann
(Foto: Privat)

 

Auch nach 15 Jahren traditioneller „Rathausgespräche“ gab es für die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn in Ahrensbök am 10. Januar eine Premiere: ein „Rathausgespräch“, zu dem Bürgermeister Andreas Zimmermann sie mit der SPD-Landtagsabgeordneten Sandra Redmann und Vertreter aller Fraktionen der Ahrensböker Gemeindevertretung nicht etwa ins Rathaus, sondern ins Bauernhof-Café Steffens zum Frühstück mit regionalen Produkten eingeladen hatte. Die leckere Verköstigung und nette Gesprächsatmosphäre trug dazu bei, dass der angeregte Gedankenaustausch zu aktuellen Herausforderungen in der Großgemeinde Ahrensbök gerade an der Schnittstelle zu Landes- und Bundespolitik anstatt der geplanten zwei Stunden glatt vier Stunden andauerte.

Hagedorn: „Nach dem letzten Rathaus-Gespräch in Ahrensbök im September 2016 haben sich für die Gemeinde wichtige Weiterentwicklungen ergeben – das betrifft nicht nur die positiven Perspektiven zur Naturschutzentwicklung in Lebatz, sondern insbesondere auch die Neuaufnahme in das Städtebauförderungsprogramm für die kommenden zehn Jahre. Da die zweidrittel Förderung von Projekten im Rahmen der Städtebauförderung eine riesige Chance für Investitionsvorhaben in Ahrensbök darstellt, stand dieses Programm, das der Bund erst vor wenigen Jahren auch für kleinere Städte und Gemeinden mit überörtlicher Netzfunktion geöffnet hat, im Vordergrund. Für 2017 wurden Ahrensbök erstmalig Bundesmittel von 1,77 Mio. Euro im Programm „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ bewilligt, womit bei gleichhoher zusätzlicher Landesförderung Investitionen von insgesamt 5,3 Mio. Euro beschlossen werden können. Damit lässt sich wirklich viel bewegen!“

Bundesweit hat der Bund 2017 Ländern und Kommunen 790 Mio. Euro für städtebauliche Förderungen zur Verfügung (anstatt 455 Mio. Euro bis 2013 -. 20,7 Millionen Euro flossen davon 2017 allein nach Schleswig-Holstein, das sind noch einmal 5,5 Millionen Euro mehr als in den Jahren 2014/15/16 und fast doppelt so viel wie 2011/12/13 (gut 10 Mio. Euro).

Weitere wichtige Themen waren die Schulbauförderung, aber auch Themen wie der weitere Ausbaubedarf und steigende Betriebskosten bei Kindertagesstätten und Krippen.

Hagedorn: „Im Sommer 2017 hat der Bundestag das 2. Mal innerhalb von drei Jahren 3,5 Mrd. Euro zweckgebunden für die Sanierung und Erweiterung von Schulen und Kitas für die Kommunen an die Länder überwiesen – das sind jeweils ca. 100 Millionen Euro allein für Schleswig-Holstein. Bundestag und Bundesrat haben für diese Förderung extra das Grundgesetz so geändert, dass mit diesem Geld nicht nur – wie bisher – energetische und Baumaßnahmen zur Barrierefreiheit finanziert werden können, sondern auch allgemeine Modernisierungen, Um- und Anbauten. Das Bildungsministerium in Kiel muss dazu Förderrichtlinien erlassen. Ich hoffe, dass Ahrensbök damit eine Förderchance für seine Bildungseinrichtungen erhält, denn die Länder wollten die Extra-Mittel des Bundes durch eigene Finanzmittel aufstocken, damit der Investitionsstau in vielen Schulen effektiv behoben werden kann. Eltern, Schüler und Lehrkräfte warten vielerorts zu Recht auf überfällige Modernisierungen und attraktivere Unterrichtsbedingungen. In Ahrensbök ist angesichts dieser großen Zukunftsvorhaben Aufbruchsstimmung zu verspüren.“