Schrift kleiner Schrift größer

 

Suchen

 

Volle Hütte bei „Humanität in der Politik“ mit Torsten Albig und Hatice Kara

Aktuelles

09.08.2017

Bettina Hagedorn mit Pastor Thomas Vogel, Bürgermeisterin Hatice Kara und Torsten Albig. (Foto: N. Dürbrook)
 

Am Mittwoch den 9. August hatte ich zu einer Veranstaltung zum Thema „Humanität in der Politik“ in das Hotel Atlantis in Timmendorfer Strand geladen. Besonders gefreut habe ich mich, dass neben Pastor Thomas Vogel und Bürgermeisterin Hatice Kara unser ehemaliger Ministerpräsident Torsten Albig zu seiner ersten öffentlichen Veranstaltung seit der Landtagswahl gekommen ist, um mit uns über seine Erfahrungen insbesondere in der Flüchtlingsarbeit zu sprechen. Aber auch Timmendorfer Strand war als Ort nicht zufällig ausgewählt: In Timmendorfer Strand gibt es, nicht zuletzt durch das Engagement von Bürgermeisterin Hatice Kara, enorm viel bürgerschaftliches Engagement, das an diesem Abend noch einmal deutlich gewürdigt wurde. Von Seiten des Pastors wurde der Dialog zwischen den Religionen und Kulturen hervorgehoben, der am Ort in Gang gekommen ist. Ich konnte noch einen umfassenden Überblick über die Maßnahmen des Bundes geben.

Humanität als Kompass in der Politik bleibt topaktuell und auch auf Bundesebene gefordert. Verantwortungsvolle Politik für Deutschland zu gestalten erfordert den Mut, sein Fähnchen nicht in den Wind zu hängen. Als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein hat sich Torsten Albig im Juli 2017 aus der Politik verabschiedet. Aber sein Markenzeichen – die Rolle von Humanität in der Politik – bleibt.

Die Flüchtlingszahlen 2015 und 2016 waren eine große Herausforderung für ganz Deutschland und auch für Schleswig-Holstein. Gerade wir im Norden haben uns mit Torsten Albig dieser Verantwortung gestellt und einen ganz klaren Kurs eingeschlagen: „Willkommen in Schleswig-Holstein! Integration vom ersten Tag an“. Unter diesem Motto stand der Flüchtlingspakt, den die Landesregierung im Mai 2015 mit einem breiten Bündnis aus Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und anderen Betroffenen geschlossen hat, um die zu uns kommenden Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren.

Anfang 2017 sorgte Torsten Albig bundesweit für Aufsehen, als er für Schleswig-Holstein als erstes Bundesland angesichts der nach Einschätzung der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen stark verschlechterten Sicherheitslage in Afghanistan Abschiebungen dorthin gestoppt hat. Trotz scharfer Kritik hielt er an diesem Kurs mutig fest und erhielt dafür den Beifall unter anderem aller großen Kirchen.

Einen Radiobeitrag von NDR 1 über die Veranstaltung mit Torsten Albig finden Sie hier!