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Bund bewilligt knapp 5 Mio. Euro für das Marine-Denkmal in Laboe und das Freilichtmuseum Molfsee!

Pressemitteilungen

26.11.2020

Vor dem Marinedenkmal in Laboe (Foto: studio kohlmeier berlin)

Der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestags hat am 26. November 2020 in seiner Bereinigungssitzung zum Haushalt 2021 rund 434 Mio. Euro für bundesweit 87 Projekte an Zuschüssen für investive Kulturmaßnahmen für 2021 beschlossen – über 24 Mio. Euro fließen davon für 8 Projekte nach Schleswig-Holstein. Mit 11 Mio. Euro fließt fast die Hälfte dieser Bundesmittel für die Sanierung des Konzertsaals des Kieler Schlosses an die Landeshauptstadt Kiel (dazu gibt es eine Extra-Presseerklärung). Aber auch das Kieler Umland profitiert kräftig: der Bund unterstützt die Sanierung des Marine-Denkmals in Laboe mit 2,25 Mio. Euro, weitere 2,7 Mio. Euro gehen an das Freilichtmuseum Molfsee und auch das „Gut Rastorf“ in der Nähe von Preetz erhält einen Zuschuss von 1,75 Mio. Euro. Bettina Hagedorn, Bundestagsabgeordnete für Schleswig-Holstein und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen, ist glücklich über die für den Bundeshaushalt 2021 beschlossenen Förderungen: 

„Da ich bis zu meiner Einschulung in Laboe aufgewachsen bin, ist das 85 m hohe Laboer Ehrenmal für mich nicht nur DAS Wahrzeichen der Kieler Förde, das weit über die Region hinaus als Tourismus-Magnet für die Kieler Bucht und ganz Schleswig-Holstein bekannt ist, sondern für mich ist es ein Stück Heimat. Die Sanierung dieses Denkmals aus den 20er Jahren, das ursprünglich zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Marinesoldaten errichtet worden war, wurde vom Deutschen Marinebund 1954 zur Gedenkstätte für alle ‚auf See Gebliebenen‘ – ungeachtet der Nationalität – umgewidmet, und wird jetzt vom Bund mit 2,25 Mio. Euro gefördert, nachdem der Haushaltsausschuss 2019 bereits 70.000 Euro für erste Erhaltungsmaßnahmen bewilligt hatte; die letzte umfassende Sanierung des Laboer Ehrenmals liegt bereits 22 Jahre zurück. Der aktuelle Beschluss würdigt auch die langjährige und unermüdliche Arbeit des Deutschen Marinebundes, der sich mit viel Herzblut für den Erhalt des Mahnmals einsetzt.“

Auch das Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) kann sich über eine Förderung aus dem Bundeshaushalt freuen. 

Hagedorn: „Ich freue mich, dass der Bund jetzt 2,7 Mio. Euro in die riesige Anlage des Landesmuseums in Molfsee investiert, das seit 1965 mit 60 historischen Gebäuden die Alltags- und Kulturgeschichte in Schleswig-Holstein gerade für Familien und Schulklassen hautnah erlebbar macht. Seit 2017 wird in Molfsee fleißig an einem Neubau des Ausstellungs- und Eingangsgebäudes – dem ´Jahr100Haus´ – gearbeitet, einem architek-tonischen Aushängeschild mit überregionaler Strahlkraft, das im kommenden Jahr eröffnen soll. Trotz der Corona-Pandemie erlebte das Freiluftmuseum in diesem Sommer mit gutem Hygiene-Konzept hohe Besucherzahlen und zeigte erneut seine Attraktivität gerade für viele Familien mit Kindern –  ein Beweis für das tolle Engagement des Museums mit seinem Museumsleiter Wolfgang Rüther!“ 

Auch das Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf (Kreis Dithmarschen) mit seiner 150-jährigen Geschichte erhält eine Förderung in Höhe von über 2,2 Mio. Euro. Das Ensemble aus inzwischen vier Gebäuden wird mit finanzieller Unterstützung des Bundes bis 2022 unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes saniert und barrierefrei umgestaltet, um den heutigen Anforderungen an ein überregional bedeutsames und modernes Museum zu entsprechen. 

Zum Hintergrund: Im Bundeshaushalt 2021 wurden Zuschüsse für acht Denkmalschutz-Projekte in Schleswig-Holstein bewilligt: außer dem Kieler Schloss, dem Laboer Ehrenmal, den Landesmuseen in Molfsee und Meldorf und dem Gut Rastorf sind dies das Eutiner Schloss mit 3 Mio. Euro und die ehemalige Benediktinerabtei Kloster Cismar/Grömitz mit 800.000 Euro. Das zum Museumsschiff umfunktionierte Feuerschiff „Fehmarnbelt“ in Lübeck erhält – nach einer ersten Tranche von 1,1 Mio. Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm 2018 – einen erneuten Zuschuss von 525.000 Euro.