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Bund fördert Konzertsaal des Kieler Schlosses mit 11 Mio. Euro: Startschuss für die Sanierungsarbeiten!

Aktuelles

26.11.2020

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Bettina Hagedorn bei dem Besuch am 21.08.2020 in Kiel (Foto: studio kohlmeier Berlin)

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der so genannten „Bereinigungssitzung“ am 26. November 2020 beschlossen, insgesamt 11 Millionen Euro für die Sanierung des Konzertsaals des Kieler Schlosses zu investieren. Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete für Schleswig-Holstein und parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesfinanzminister, die am 21. August 2020 mit Oberbürgermeister Ulf Kämpfer das Kieler Schloss besuchte und Unterstützung aus Berlin versprach, freut sich mit der Landeshauptstadt und den Menschen in Kiel: 

Benjamin Reimers erklärt die Sanierungspläne (Foto: studio kohlmeier Berlin)

„Der wunderschöne Konzertsaal des Kieler Schlosses weist seit langem einen erheblichen Sanierungsbedarf auf – davon konnte ich mich bei meinen Besuch am 21. August 2020 auf Einladung des SPD-Oberbürgermeisters Ulf Kämpfer selbst überzeugen. Fakt ist: Ohne eine umfassende Sanierung und Modernisierung wäre vermutlich die Schließung dieses bedeutenden Veranstaltungsraums schon bald real geworden. Dabei hat der Konzertsaal unglaublich großes Potential: Durch seine atemberaubende Akustik bietet er für ein breites Spektrum kultureller Veranstaltungen eine auch internationale Anziehungskraft und verfügt über die Qualität, Künstler aus aller Welt und aller Genres nach Schleswig-Holstein zu locken. Bei meinem Besuch am 21. August wurden mir – als gebürtige Kielerin und begeisterte Konzertsaal-Besucherin – durch die Ausführungen des städtischen Projektleiters Hendrik Euling-Stahl und des Generalmusikdirektors Benjamin Reiners nachdrücklich die großen und dringenden ´Baustellen´ des Saales – insbesondere im Bereich der Künstlergarderoben und der Haustechnik – vor Ort gezeigt und die geplanten Sanierungsmaßnahmen vorgestellt. Eine großartige Gelegenheit für eine zukunftsweisende und innovative Umplanung ergibt sich durch den Wegzug des NDR aus den Liegenschaften, so dass speziell die Technik und die Raumkonzeption des Konzertsaals – auch hinter der Bühne – auf einen international konkurrenzfähigen Stand gebracht werden können. Dieses ist jetzt eine einmalige Gelegenheit, die mit Gesamtkosten von über 40 Mio. Euro verständlicherweise ohne die Unterstützung des Bundes nicht zu ‚wuppen‘ wäre. Daher bin ich unglaublich froh, dass es nun mit der Förderzugsage aus Berlin in Höhe von 11 Mio. Euro geklappt hat: versprochen – gehalten! Jetzt steht der Sanierung dieses wichtigen Kulturdenkmals ab September 2021 nichts mehr im Wege. Ich sende herzliche Glückwünsche an Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und an alle Unterstützer nach Kiel!“ 

Mathias Stein, Mdb aus Kiel, Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Benjamin Reimers (Foto: studio kohlmeier berlin)

Die Gesamtsanierung und die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen beinhalten die Erneuerung der Grundleitungen, der gesamten Haustechnik und der bühnentechnischen Einrichtungen, die energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle, Akustik, Brandschutz und die Barrierefreiheit. Dabei soll das denkmalgeschützte Erscheinungsbild Gebäudes entsprechend dem ursprünglichen Entwurfskonzept bewahrt bzw. wiederhergestellt und die Grundrissstruktur nur geringfügig verändert werden. 

Hagedorn weiter: „Bei meinen Besuch fiel mir sofort die stattliche Konzertorgel ins Auge. Leider musste mir Benjamin Reiners berichten, dass diese seit einem Defekt von vor 12 Jahren (!) nicht mehr erklungen ist. Daher freue ich mich riesig, dass es mir gelungen ist, die Kosten für die Reparatur dieser Orgel in die Förderkosten mitaufzunehmen. Ich kann das erste Orgelkonzert im ´neuen´ Konzertsaal kaum erwarten!“ 

Der Konzertsaal ist Bestandteil des Ensembles Kieler Schloss. Seit dem 23. August 2004 steht das Objekt unter Denkmalschutz und befand sich von 2003 bis Ende 2018 in privater Hand. Zum 01. Januar 2019 erfolgte die Rekommunalisierung. Seither „reiften“ die Pläne der Sanierung. Mitte 2024 ist die Fertigstellung der Arbeiten anvisiert.