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Bund investiert über 20 Mio. Euro in Kulturmaßnahmen in Lübeck und Schleswig!

Pressemitteilungen

14.11.2019

Von Links: Kirchengemeinderatsvorsitzender Christian Rosehr, Pastor Robert Pfeifer, MdB Gabi Hiller-Ohm, Bettina Hagedorn, Bürgermeister Jan Lindenau

Der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestags hat am 14. November 2019 in seiner Bereinigungssitzung zum Haushalt 2020 rund 72 Mio. Euro bundesweit als nationale Zuschüsse für investive Kulturmaßnahmen beschlossen – davon profitiert Schleswig-Holstein mit über 20 Mio. Euro überproportional.

Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen, ist hoch erfreut über die Förderung des Theaters Lübeck und der Kirche St. Marien:

„Ich freue ich mich riesig, dass die Stadt Lübeck allein mit 18,5 Mio. Euro für zwei herausragende Projekte vom Bund gefördert wird: Einerseits wird die Marienkirche als ‚Mutterkirche der Backsteingotik‘ und Teil des UNESCO-Welterbes Lübecker Altstadt mit 14 Mio. Euro massiv profitieren und andererseits wird die Zukunft des Theaters in Lübeck nun mit einer Bundesförderung von 4,5 Mio. Euro für die Zukunft gesichert! Das sind großartige Nachrichten nicht nur für SPD-Bürgermeister Jan Lindenau, sondern auch für das tolle Ensemble des Theaters, seine begeisterten Besucher sowie die vielen Förderer und Kulturliebhaber der Kirche St. Marien. Im Theater Lübeck haben sich über die vergangenen Jahre diverse Investitions- und Sanierungsbedarfe ergeben, welche vor dem Hintergrund einer modernen und hochwertigen Bühnenqualität und der umfangreichen Einhaltung des Arbeitsschutzes für die Mitarbeiter von höchster Priorität sind. Insgesamt umfassen die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen rund 9 Mio. Euro. Ich freue mich schon sehr auf meinen gemeinsamen Besuch mit Johannes Kahrs, dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, am 02. Dezember 2019, wo wir uns persönlich über die Verwendung der Bundesmittel vor Ort informieren werden.“

Für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in Höhe von rund 28 Mio. Euro an der Marienkirche stellt der Bund mit 14 Mio. Euro die Hälfte der Investitionskosten sicher. Die Kirchtürme von St. Marien zu Lübeck sind seit Jahrhunderten ein fundamentaler Bestandteil der Stadtsilhouette und damit identitätsstiftend für die Hansestadt Lübeck.

Hagedorn weiter: „Die Unterstützung des Bundes in Höhe von 14 Mio. Euro für die anstehenden umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der Marienkirche wird erheblich dazu beitragen, dringend erforderliche Sanierungen endlich in Angriff zu nehmen wie u.a. eine umfangreiche Sanierung des Gewölbes (rund 7,1 Mio. Euro), des Raumgerüstes der Gesamtkirche (rund 4,7 Mio. Euro), der Wand- und Pfeilerflächen (rund 3,3 Mio. Euro) und die Rekonstruktion der historischen Totentanz-Orgel (rund 3,8 Mio. Euro). Nun liegt es an der Stadt Lübeck, dass über die umfangreiche Unterstützung des Bundes hinaus Gelder der Kirche, des Landes und der Stadt bereitgestellt und finanzielle Mittel seitens der Lübecker Stiftungen und durch Spenden eingeworben werden, um die Ko-Finanzierung sicherzustellen.“

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat ebenfalls 2 Mio. Euro für die abschließende Sanierung des St.-Petri-Doms in Schleswig beschlossen, dessen Gesamtkosten 2015 noch mit 17,3 Mio. Euro kalkuliert worden waren.

Bettina Hagedorn: „In den vergangenen Jahren bröckelten bereits Teile der Fassade von dem mit 112 Metern immerhin dritthöchsten Kirchturm in Schleswig-Holstein. Auch die Fürstengruft und der Innenraum des Kirchenschiffs hatten eine dringende Instandsetzung nötig. Doch die Sanierung des Schleswiger Doms wurde deutlich teurer als geplant. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich mittlerweile auf ca. 20,5 Mio. Euro. Die Preise sind nicht nur durch die Baukonjunktur gestiegen, auch der Umfang der Renovierung stellte sich deutlich größer dar als gedacht. Vor allem Feuchtigkeit setzt der Stadtkirche aus dem 19. Jahrhundert zu. Daher hilft der Bund jetzt erneut, um diesen fantastischen Dom an der Schlei auf Dauer zu erhalten.“