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Drei Tage zu den SPD-Jugendpressetagen in Berlin: Schüler aus Zarnekau ist „live“ dabei

Pressemitteilungen

25.10.2019

 

Auf Einladung der ostholsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn reiste mit dem 19-jährigen Kasimir Jakob Ernst von der Johann-Heinrich-Voss-Schule in Eutin das fünfte Mal seit 2004 ein junger engagierter Schüler für drei Tage nach Berlin, um an den Jugendpressetagen der SPD-Bundestagsfraktion teilzunehmen. Kasimir Ernst, der seine ersten Erfahrungen in der Pressearbeit bei der Mitorganisation der „Fridays-for-Future“-Demonstrationen in Eutin gesammelt hat, ist damit einer von rund 70 Schülerinnen und Schülern bundesweit, die als „Jungredakteure“ vom 23. bis 25. Oktober 2019 Gast der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin waren – gemeinsam mit vier weiteren jungen Schleswig-Holsteinern.

Hagedorn: „Als ich die Bewerbung von Kasimir Jakob Ernst gelesen habe, war ich beeindruckt von seinem Engagement einerseits bei ‚Schule trifft Kommunalpolitik‘, wo die Eutiner Schüler Kommunalpolitiker zu Ausschüssen und Sitzungen begleiten, aber andererseits auch bei dem Projekt ‚care4future‘, bei dem sich die Teilnehmer theoretisch und praktisch mit dem Thema Pflege auseinandersetzen und von seiner Mitarbeit bei ‚Fridays-for-Future‘ in Eutin. Das alles sind Themenbereiche, die mich selbst seit vielen Jahren in meiner politischen Arbeit intensiv begleiten. Ich war mir darum sicher mit einem solchen jungen Menschen, der sich breitgefächert für die Belange unserer Gesellschaft engagiert, erneut einen Top-Kandidaten aus Ostholstein für die begehrten Plätze der Jugendpressetage in Berlin gefunden zu haben. Ich bin froh, dass Kasimir zugesagt und damit die Chance ergriffen hat, an diesen drei Tagen in Berlin als Schüler einen authentischen und privilegierten ‚Blick hinter die Kulissen‘ des Berliner Politikalltags zu werfen. Die bundesweit nur 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer können in Pressegesprächen und Diskussionsrunden ihre Wünsche und konkreten Erwartungen an die Politik äußern und lernen beim ‚Coaching‘ durch die ‚echten‘ Redakteure der Hauptstadtmedien, wie man solche Informationen professionell verarbeitet. Medien und Politik sind in unserer heutigen Gesellschaft zwei Seiten derselben Medaille und wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden Demokratie – das Verhältnis ist natürlich nicht konfliktfrei, aber man braucht einander. Ich finde es wichtig, dass gerade junge Menschen, die sich in diesem Bereich orientieren und engagieren wollen, einen Einblick in das reale politische Geschehen erhalten und dabei gefördert werden.“

Auch 2019 erwartete die jungen Leuten in Berlin wieder ein Programm, das wohl jeden Profi-Redakteur reizen würde: Nach der offiziellen Begrüßung durch die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion Marianne Schieder folgten als erster Höhepunkt die eineinhalbstündigen Diskussionsrunden mit SPD-Abgeordneten zu aktuellen Themen wie „Politik auf den Punkt gebracht – Chancen und Herausforderungen politischer Kommunikation" mit der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Katja Mast, „Zwischen Zusammenhalt und Spaltung – Die offene Gesellschaft in schwierigen Zeiten“ mit den SPD-Kollegen Dr. Karamba Diaby oder spannende Debatten zum Klimaschutzgesetz mit Carsten Träger. Am 2. Tag waren die jungen Leute Gäste im Willy-Brandt-Haus beim SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil und dem Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert. Es folgte ein Besuch des ARD-Hautstadtstudios sowie eine moderierte „Pressekonferenz“ mit dem SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Rolf Mützenich, bei der die „Nachwuchs-Journalisten“ die Möglichkeit hatten, ihn zu grundsätzlichen und aktuellen politischen Themen zu befragen. Am 3. Tag stand die Debatte des Deutschen Bundestages „hautnah und live“ auf der Pressetribüne des Reichstages auf dem Programm. Zwei Journalisten der politischen Hauptstadtszene vermittelten ergänzend einen authentischen Einblick in die „hohe Schule des politischen Journalismus“.

Kasimir Jakob Ernst: „Besonders gefallen hat mir der inhaltliche Austausch zum einen mit den Politikern und zum anderen mit den vielen Teilnehmenden. Besonders überrascht hat mich, wie persönlich und direkt wir mit den Abgeordneten reden konnten. Ich bin überwältigt von den vielen Erfahrungen und neuen Kontakten, die ich mit nach Hause nehmen kann und freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen. Ich danke Bettina Hagedorn für die Einladung und dafür, dass sie sich auch persönlich Zeit für mich genommen hat.“

Kasimir Ernst war der 5. Jugendredakteur aus Ostholstein, der an den Jugendpressetagen der SPD-Bundestagsfraktion teilnahm. Zuvor nahmen Luisa Reck vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Oldenburg (2017), Kersti Spiekermann von der Gemeinschaftsschule an den Auewiesen in Bad Malente (2011), Friedrich Flüh von der Wilhelm-Wisser-Schule in Eutin (2009) und Kristin Winter vom Freiherr-von-Stein-Gymnasium in Oldenburg (2004) diese einmalige Chance wahr. Die Plätze für die Jugendpressetage werden den Abgeordneten zugelost, d.h. nicht jedes Jahr steht ein Platz zur Verfügung.

Zum Hintergrund: Seit 1999 lädt die SPD-Bundestagsfraktion jedes Jahr zu dem dreitägigen Jugendpressetag ein, an dem junge Redakteurinnen und Redakteure aus ganz Deutschland die für Schülerzeitungen oder -Internetseiten schreiben, in die Hauptstadt ein und macht sie mit dem politischen Treiben im Regierungsviertel vertraut. Dabei treffen die Jungjournalisten mit SPD-Bundestagsabgebordneten und Journalisten in Berlin zusammen, um in Pressegesprächen und Diskussionsrunden ihre Wünsche und konkreten Erwartungen an die Politik zu formulieren – und natürlich auch, um kritische Fragen zu stellen.