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Präsentation der Jugendmarke 2020: Historische Feuerwehrfahrzeuge

Aktuelles

11.08.2020

Datum: 11.08.2020 - Vorstellung Briefmarke

Vorstellung der Briefmarke in passender Atmosphäre mit knallrotem Feuerwehrauto! (Quelle: Büro Hagedorn)

Am 11. August 2020 präsentierten meine Kollegin Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und ich gemeinsam die neue Jugendbriefmarke 2020 im historischen Feuerwehrmuseum in Berlin-Tegel, da das diesjährige Thema „Historische Feuerwehrfahrzeuge“ ist. Aus gegebenem Anlass durfte ich, im Anschluss an die Vorstellung, auch noch einmal mit auf die Feuerwehrleiter der Wache. Die Serie umfasst drei schöne Motive von historischen Feuerwehrfahrzeugen. Darunter befinden sich der berühmte „Bully“ von VW als Tragkraftspritzfahrzeug, das Löschfahrzeug 16 MB von Mercedes und das Tanklösch-fahrzeug 16 W 50 aus der ehemaligen DDR.

Auf der Drehleiter, gleich geht es über die Dächer Berlins (Foto: Büro Hagedorn)

Die ersten Jugendbriefmarken wurden im Jahr 1952 in Deutschland veröffentlicht. Sie tragen den Zusatz „Für die Jugend“ und sind unter anderem an einem kleinen „Pluszeichen“ zu erkennen. Der Verkaufspreis dieser Briefmarken setzt sich aus dem Portowert für die Briefbeförderung und einem Zuschlag zusammen, der vollständig an die Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. weitergereicht wird. Mit diesen Pluserlösen fördert die Stiftung Maßnahmen zum Wohle von Kindern und Jugendlichen.

Die drei unterschiedlichen Motive besitzen dabei einen unterschiedlichen Wert. Das Tragkraftspritzenfahrzeug gibt es in einem Wert von 80 + 40 Cent, das Löschfahrzeug mit einem Wert von 95 + 45 Cent und das Tanklöschfahrzeug mit einem Wert von 155 + 55 Cent.

Die drei tollen Motive der Briefmarkenserie "Historische Feuerwehrfahrzeuge" (Foto: Büro Hagedorn)

Der VW-Bus als Tragkraftspritzfahrzeug (TSF), seit 1951 hergestellt, stellt den kleinsten Typ Löschfahrzeug dar. Er hat eine Besatzung von 3 oder fünf Mann und als feuerwehrtechnische Beladung eine – im Einsatzfall herauszunehmende – 800 Liter Löschwasser pro Minute leistende Tragkraftspritze mit entsprechendem Schlauchmaterial, das in einer Dachgalerie mitgeführt wurde. Es war nach seinen technischen Möglichkeiten zur selbständigen Bekämpfung kleinerer Brände vorgesehen und fand sich vor allem bei Freiwilligen Feuerwehren ländlicher Gebiete. Dieses Löschfahrzeug war das meistverkaufte im westlichen Deutschland.

Das Fahrzeug der Fa. Mercedes-Benz war als LF 16 ein Löschfahrzeug, das heißt, es beförderte eine Löschgruppe von einem Führer und acht Mann. Die 16 zeigt an, dass die fest im Heck des Fahrzeugs eingebaute Feuerlösch-Kreiselpumpe 1600 Liter Löschwasser in der Minute förderte. Solche LF 16, hergestellt in den 1960er bis 1970er Jahren, waren sowohl zur Brandbekämpfung als auch zu einfachen technischen Hilfeleistungen geeignet. Sie besaßen auch schon eine Schnellangriffseinrichtung, bei der – ohne Aufbau einer Wasserversorgung – ein Mann mit einem Rohr vorgehen und Wasser aus einem eingebautem Tank auf die Brandstelle geben konnte.

Das Tanklöschfahrzeug (TLF), seit 1965 gebaut, war zunächst in Werdau für 5 t Traglast entwickelt worden (daher W 50). Die Besatzung umfasste einen Führer und zwei Mann. Ausgerüstet mit einem Tank von 2000 Litern Löschwasser und einem von 500 Litern für Schaummittel war es vornehmlich für den Schnellangriff vorgesehen, also ohne vorherigen Aufbau einer Wasserversorgung, bzw. für die Versorgung der Einsatzstelle mit Löschwasser. Um im Bedarfsfall auch eine Brandstelle direkt von außen angreifen zu können, war auf dem Dach der Fahrerkabine ein Werfer angebracht, mit dem auch die Brandbekämpfung einer großen Fläche, wie z. B. bei einem Waldbrand, vorgenommen werden konnte.

Die Sonderpostwertzeichen-Serie und der Ersttagsstempel wurden von dem Künstler Thomas Meyer aus Berlin gestaltet. Die Briefmarken sind seit dem 6. August 2020 in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich.

Aktiver Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Berlin ( Foto: Büro Hagedorn) 

Über den Dächern von Berlin-Tegel ( Foto: Büro Hagedorn)