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Startschuss für neues Forschungsinstitut in Geesthacht! Bund investiert jährlich 15 Millionen Euro

Pressemitteilungen

27.05.2020


(Foto: studio kohlmeier berlin)

Bereits am 14. November 2019 beschloss der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages grundsätzlich, dass die Stadt Geesthacht nach dem Willen des Bundes ein neues Forschungsinstitut für die Entwicklung von energieeffizienten und schadstoffarmen Antrieben für Schiffe bekommen soll, wofür im Bundeshaushalt ab 2020 15 Millionen Euro pro Jahr bereitgestellt wurden. Doch diese Bundesgelder sind noch gesperrt, da zuvor das Land Schleswig-Holstein einerseits die einmalige Anschubfinanzierung in Höhe von 15 Mio. Euro und andererseits auf Dauer eine 10-prozentige Beteiligung an den Betriebskosten schriftlich zusichern musste. Nach der Zustimmung des Landes konnte der Haushaltsauschuss in seiner Sitzung am 27. Mai 2020 unter TOP 24 nun endlich die Gelder des Bundes entsperren. Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete für Schleswig-Holstein und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesfinanzminister, freut sich für Geesthacht:

Hagedorn: „Herzlichen Glückwunsch nach Geesthacht! Das sind großartige Nachrichten für SPD-Bürgermeister Olaf Schulze und sein Team sowie für die Menschen, die von dieser starken neuen Institution mit der Qualität eines ‚Leuchtturm-Projektes‘ in der Forschungslandschaft profitieren werden! Naheliegend ist, dass es eine enge Verzahnung und Kooperation mit dem bereits erfolgreich arbeitenden Helmholtz-Zentrum in Geesthacht geben wird. Die Ausrichtung beider Institute hat im Zuge der Bekämpfung des Klimawandels im maritimen Bereich eine herausragende Bedeutung. Das neue Institut wertet den Technologiestandort im Kreis Lauenburg enorm auf und soll die Forschung zu innovativen Schiffsantrieben vorantreiben. Sowohl der Antrieb von Fracht- und Passagierschiffen als auch die Stromversorgung insgesamt sollen nachhaltiger und sauberer werden. Der Schwerpunkt in Geesthacht soll bei wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Batterie-Systemen liegen, wobei auch Verbrennungs-Kraftmaschinen-Batterie-Hybride auf der Basis CO2-neutraler Treibstoffe erforscht werden sollen. Das ist auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz – und zukunftsfähiges Forschungspotential mit Blick auch auf ganz Europa! Der Bund wird künftig 15 Millionen Euro jährlich am Standort Geesthacht für ein ´Institut für Maritime Energiesysteme´ investieren, wobei das Land sich lediglich mit einer 10-prozentigen Kofinanzierung pro Jahr beteiligen muss. Damit ist der Weg frei für einen zukunftsweisenden Industriestandort in Schleswig-Holstein!“

Ergänzend soll das Institut Konzepte für große Energiespeicher an Bord und entsprechende Versorgungsinfrastrukturen an Land für alternative Treibstoffe, speziell Wasserstoff, erforschen.

Hagedorn: „Dieses Institut kann für ganz Schleswig-Holstein einen ‚Leuchtturmcharakter‘ erhalten, denn es bieten sich Kooperationen mit den Hochschulen der Region an. Hierzu zählen u. a. die Hochschule in Flensburg, die Fachhochschule in Kiel und die Fachhochschule Westküste in Heide.“

Ein weiteres Institut soll in Oldenburg (Niedersachsen) entstehen. Dort soll das „Institut für System Engineering für zukünftige Mobilität“ 2,25 Millionen Euro jährlich erhalten. Auch hier hat das Land Niedersachsen die Aufbaufinanzierung in Höhe von 20 Mio. Euro und die jährliche Kofinanzierung zugesagt. Beide Projekte sind vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.